Hintergrund Grafik - Klima.Werk

Natürliche Versickerung an der Bleckkirche

Ein wirkungsvoller Baustein für die Schwammstadt

An der Bleckkirche wurden ca. 500 m² Dach- und versiegelte Wegeflächen von der Kanalisation abgekoppelt. Das Regenwasser von diesen Flächen speist nun ein Mulden-Rigolen-System mit Feuchtbiotop. Das bewässert Bäume, kühlt das Mikroklima und fördert den Artenschutz. Das ist Klimafolgenanpassung im urbanen Raum, die wächst und gedeiht.

Die Bleckkirche mitten im Grünen

Wo Regen zur Ressource wird

An der Bleckkirche der Evangelischen Apostel-Kirchengemeinde in Gelsenkirchen wird Regenwasser nicht länger in die abgeleitet – es kehrt direkt in die Natur zurück. 

Das bedeutet: Das Niederschlagswasser gelangt nicht mehr vermischt mit in die Kläranlage, wo es aufwendig gereinigt werden muss, sondern es fließt von den Flächen in eine Mulden--. In der Mulde sammelt sich das Regenwasser und versickert in den unterirdischen Speicherkörper (Rigole), wo es zwischengespeichert wird und von dort nach und nach in den Boden eindringt. 
 

So funktioniert dieses Schwammstadt-Projekt

Illustration, die zeigt, wie das Schwammstadt-Projekt an der Beckkirche funktioniert Illustration, die zeigt, wie das Schwammstadt-Projekt an der Beckkirche funktioniert

Die Maßnahme bewässert den umliegenden Gehölzbestand und sorgt durch gespeichertes Wasser für spürbare Abkühlung an heißen Tagen. Gleichzeitig entsteht wertvoller Lebensraum: Das Feuchtbiotop fördert den Artenschutz und verbessert nachhaltig das städtische Mikroklima. Was ökologisch wirkt, überzeugt auch gestalterisch. Das neu angelegte Feuchtbiotop wertet die städtischen Freiflächen entlang der Bleckstraße sichtbar auf – ein grüner Ort der Ruhe und Begegnung mitten im Stadtbild. Ökologie. Gestaltung. Verantwortung. Alles an einem Ort. Die Emschergenossenschaft hat den Umbau über das Programm "Zukunftsvereinbarung Regenwasser" gefördert.

Die positiven Effekte der Maßnahme:

  • kühlender Effekt auf die Umgebung
  • Verbesserung des städtischen Mikroklimas
  • Förderung der lokalen durch das Feuchtbiotop
  • Rückhalt von Regenwasser
  • Renaturierung versiegelter Flächen im urbanen Raum
  • Verbindung von historischem Ort mit zukunftsorientiertem Handeln
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Klimaschutz und
  • Vorbildfunktion: Kirchliche Einrichtung als Zeichen für gelebte Nachhaltigkeit

Das Projekt in Zahlen

  • 490 m²

    befestigte Fläche abgekoppelt

  • 19.600 Euro

    Fördergelder

Begrünte Umgebung um die Bleckkirche
Begrünte Umgebung um die Bleckkirche
Begrünte Umgebung um die Bleckkirche
Grüne Wiese und Bäume vor der Bleckkirche
Wiese und Bäume vor der Bleckkirche
Begrünte Umgebung an der Straße zur Bleckkirche
Heiner Montanus, Superintendent des Ev. Kirchenkreises, Sascha Potrafke, Architekt des Ev. Kir-chenkreises, Andreas Giga, Leiter der Serviceorganisation des Klima.Werks, und Tobias Unter-bäumer, Technischer Bereichsleiter bei Abwassergesellschaft Gelsenkirchen mbH /Gelsenwasser halten das Wasser.Zeichen vor der BleckkircheHeiner Montanus, Superintendent des Ev. Kirchenkreises, Sascha Potrafke, Architekt des Ev. Kir-chenkreises, Andreas Giga, Leiter der Serviceorganisation des Klima.Werks, und Tobias Unter-bäumer, Technischer Bereichsleiter bei Abwassergesellschaft Gelsenkirchen mbH /Gelsenwasser halten das Wasser.Zeichen vor der Bleckkirche
v.li.: Heiner Montanus, Superintendent des Ev. Kirchenkreises, Sascha Potrafke, Architekt des Ev. Kirchenkreises, Andreas Giga, Leiter der Serviceorganisation des Klima.Werks, und Tobias Unter-bäumer, Technischer Bereichsleiter bei Abwassergesellschaft Gelsenkirchen mbH /Gelsenwasser
Es sind viele kleinere Maßnahmen wie diese, die Teil einer wasserbewussten Stadtentwicklung nach dem Prinzip der Schwammstadt sind. Deshalb freuen wir uns, dass der Evangelische Kirchenkreis in Gelsenkirchen und Wattenscheid hier an der Bleckstraße das nachhaltige Regenwassermanagement mit bedacht und umgesetzt hat. Das kann ein Vorbild für andere Immobilien-​ und Grundstückeigentümer sein.

Andreas Giga

Leiter der Serviceorganisation der Zukunftsinitiative Klima.Werk von Emschergenossenschaft / Lip-peverband und Kommunen

Wir sehen es als unsere Aufgabe an, mit entsprechenden Maßnahmen an unseren Immobilien dort, wo es möglich ist, zum Schwammstadt-​Umbau beizutragen.

Sascha Potrafke

Architekt zuständig für die Liegenschaften des Kirchenkreises

Eine Frau mit schwarzem Haar sitzt auf einer Bank und hält ein Handy in ihrer Hand.

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Das gemeinsame Ziel ist klar: eine lebenswerte, blau-grüne, klimarobuste Emscher-Lippe-Region. Wie aber gelingt Zusammenarbeit über Städte- und Ämtergrenzen hinweg? Die hat mit ihren kommunalen Mitgliedern Arbeitsabläufe etabliert, die ein gemeinsames Handeln ermöglichen.

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