Hintergrund Grafik - Klima.Werk

Grüne Oase gegen Extrem-Klima

Bolzplatzumwandlung in Bochum

Auf einem ehemaligen Ascheplatz in Bochum-Riemke ist eine multifunktionale Sport- und Freizeitfläche für Jung und Alt entstanden. Ein identitätsstiftender Ort für die Nachbarschaft, der für alle Bürgerinnen und Bürger frei zugänglich und durch ein innovatives Rigolensystem gegen Hitzewellen und Starkregen gewappnet ist.

Zu sehen ist das Areal des Hausacker aus der Vogelperspektive.

So einfach geht's:

Ein Fußballspiel in der Freilufthalle, Kinderquieken auf der Nestschaukel und lachende Senior:innen beim Boule-Duell: Wo sich einst ein brachliegender Ascheplatz befand, ist dank des Bochumer Referats für Sport und Bewegung ein Naherholungsgebiet und Begegnungsraum für alle Altersklassen entstanden.

Ansprechende Pflasterfugen zwischen Grün und kleinen Steinmauern und -plätzen.Ansprechende Pflasterfugen zwischen Grün und kleinen Steinmauern und -plätzen.

Park, Sport & Anpassung an Klimafolgen

Hausacker vereint Freizeit und Klimaschutz

Die parkähnliche Fläche inmitten einer Kleingartenanlage in Bochum-​Riemke ist ein blau-​grüner Begegnungsort geworden, der neben Bodentrampolinen und barrierefreien Bewegungsangeboten auch über zahlreiche Sportgeräte und Sitzbereiche verfügt. In 17 Monaten wurde das knapp 15.000 Quadratmeter große Areal in eine multifunktionale Freizeitanlage verwandelt. Auch die Folgen des Klimawandels wurden dabei berücksichtigt.

„Das Herzstück der klimarelevanten Maßnahmen sind zwei weitläufige Versickerungsmulden, die unter der Oberfläche mit modernen verbunden sind“, erklärt Dr. Marko Siekmann, Leiter der Abteilung Entwässerung des Tiefbauamtes und Stadtkoordinator der in Bochum. „Diesem innovativen System ist es zu verdanken, dass wir die Dachfläche der Freilufthalle vom Kanalnetz abkoppeln konnten. Die Regenfallrohre enden also nicht mehr in der – sondern in gepflasterten Rinnen, über die das Wasser zu den grünen Mulden abfließen kann.“

  • 9.824

    m² wurden von der ehemaligen Sportplatzfläche abgekoppelt

  • 6.506

    m³ Regenwasser können dort jährlich versickern oder verdunsten

Wasserspeicher in der Erde

Dort angekommen, kann es langsam versickern und weiter zu den Baumrigolen fließen. Dabei handelt es sich um unterirdische Speicherkörper, die mit Grobschotter gefüllt sind und große Wassermengen aufnehmen können. Überschwemmungen durch extreme Regenfälle werden auf diese Weise genauso abgemildert wie heiße Dürreperioden, in denen der Wasserspeicher den Bäumen und Pflanzen an der Oberfläche zugutekommt. Und das sind nicht wenige: Mehr als 60 Stauden, Sträucher und Bäume sind im Zuge der Klimaanpassungsmaßnahmen auf dem ehemaligen Bolzplatz angepflanzt worden.

Für die Besucher:innen aus dem hochverdichteten Quartier ist die Auszeit im Grünen eine willkommene Erholungsmöglichkeit. Doch die Bepflanzung bringt noch weitere Vorteile mit sich. So trägt die des Wassers über die Blätter beispielsweise auch zu einem verbesserten Kleinklima bei, da die Luft dabei heruntergekühlt wird. Außerdem stärken die Pflanzen die vor Ort. Vor allem Bienen und Insekten wissen das reichhaltige Blütenangebot zu schätzen.

Zu sehen ist ein Wasserleitsystem an einem Pavillion.
Zu sehen sind Pflasterfugen und Steinbänke auf einer Grünfläche.
Zu sehen ist ein Sportfeld mit Überdachung.
Zu sehen ist eine Nahaufnahme eines begrünten Daches.
Zu sehen ist eine spezielle Vorrichtung mit Gitter die dabei hilt, Wasser in den Boden absickern zu lassen.
Zu sehen ist ein Pavillion umgeben von Bäumen und einer Wiese.

Blau-grüne Vision wird Realität

„Die neugestaltete Freizeitfläche steigert die Lebensqualität der ansässigen Menschen enorm“, erklärt Thorsten Pacha vom Tiefbauamt Bochum. „Der Ascheplatz glich zum Schluss bloß noch einem verwilderten Gelände, das von Kindern nicht mehr bespielt wurde. Schaut man sich hingegen heute dort um, findet man einen belebten Treffpunkt mit hochqualitativen Nutzungsmöglichkeiten vor.“ Entstanden ist die moderne Begegnungsstätte in Kooperation mit den Bürgerinnen und Bürgern, deren Ideen in den Entwurf für die Umgestaltung eingeflossen sind.

Zu sehen ist ein Portrait eines Mannes im Anzug.
Ich möchte auch andere Ruhrgebietsstädte dazu ermutigen, bei der Zukunftsinitiative Klima.Werk einen Antrag auf Förderung zu stellen – denn auch eure Vision könnte schon bald Realität werden

Dr. Marko Siekmann

Stadtkoordinator der Zukunftsinitiative Klima.Werk in Bochum

Zu sehen ist eine Nahaufnahme eines Wasserleitsystems, umgeben von Steinen, welches sich auf dem Boden befindet.

Info

Die Baumaßnahmen in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro wurden durch Bundesmittel sowie Fördergelder des NRW-Städtebauministeriums und der Emschergenossenschaft finanziert.

Informationen zum Projekt

Adresse

Am Hausacker 43A
44807 Bochum

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Weitere Informationen

Eine Frau mit schwarzem Haar sitzt auf einer Bank und hält ein Handy in ihrer Hand.

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Zu sehen ist eine Gruppe Menschen der Zukunftsinitiative Klima.Werk, drei Personen stehen im Vordergrund, mehrere im Hintergrund.

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Bilder: Zukunftsinitiative Klima.Werk/EGLV