Hintergrund Grafik - Klima.Werk

Baumrigolen

Schwammstadt.Baustein 5

Zu sehen ist eine Grafik auf der eine grüne Wiese abgebildet ist. Auf der Wiese stehen junge, neu-bepflanzte Bäume.

Was sind Baumrigolen?

Ein Beitrag zur sind Baumrigolen. Dabei handelt es sich um einen unterirdischen Speicherkörper für Regenwasser zum Beispiel unter einem Straßenbaum. Die Niederschlagsabflüsse von befestigten Flächen (z.B. Straßen) werden in Richtung der Baumrigolen entwässert, unterirdisch zwischengespeichert und können versickern. Ein Teil des zwischengespeicherten Wassers dient der Bewässerung des Baumes, der Teil der Anlage ist.

Da Baumrigolen in der Regel aufgrund der Platzverfügbarkeit kleiner dimensioniert sind, wird überschüssiger Regenwasserabfluss gedrosselt in die oder in ein Gewässer eingeleitet. Die Vegetationsfläche um den Baum herum (Baumscheibe) kann wie eine Versickerungsmulde angelegt werden, so wird das Regenwasser der angeschlossenen Straßenfläche automatisch gefiltert. Baumrigolen können auf privaten und öffentlichen Grundstücken zum Einsatz kommen. Allerdings:

Baumrigolen sind besonders für Kommunen als innovative und klimarobuste Maßnahme für Oberflächenentwässerung interessant.

Die Vorteile im Überblick: 
Baumrigolen sind gut für …

 

Das Regenwasser von befestigten Flächen fließt zur Baumrigole: Das entlastet die Kanalisation.

Erhalt von Begrünung an Straßen oder auf Plätzen: Klimawandelbedingt gibt es häufigere und längere Dürrephasen. Die Bewässerung von städtischem und privatem Grün wird durch Baumrigolen unterstützt – mit der nachhaltigen Nutzung von Regenwasser! Die so gestärkten Bäume wiederum sorgen über Verdunstung und Beschattung für Frischluft und Kühlung.

Durch die Versickerung des Regenwassers wird die Neubildung von Grundwasser gestärkt.

Umsetzung und Kosten

Baumpflanzung und Rigolenbau gehören beim Maßnahmentyp zusammen, weil beides zusammen eine technische Einheit ist. Baumpflanzungen alleine sind über das KRiS-Programm nicht förderfähig, aber eben in Kombination mit der über eine Rigole.

Es gibt verschiedene Varianten von Baumrigolen, die sich in ihrer Bauweise unterscheiden. Die Funktion ist aber größtenteils identisch: Den unterirdischen Speichern wird das Regenwasser über Rohrleitungen oder Versickerung zugeführt, sie speichern dieses. Das Wasser kommt dem Baum über einen längeren Zeitraum zur Bewässerung zugute, auch dafür gibt es unterschiedliche technische Lösungen. Manche Varianten haben erkennbare Versickerungsflächen für das Regenwasser an der Oberfläche, manche Rigolensysteme sind komplett unterirdisch. Auch für den Speicherkörper gibt es unterschiedliche Systeme: Von natürlichen Materialien bis hin zu ausgeklügelten, technischen Systemen wird der Speicher je nach Bedarf und Beschaffenheit des Untergrunds gebaut.

Für den Bau einer Baumrigole musst du je nach Aufwand ca. 125 Euro (gering) bis ca. 250 Euro (hoch) pro Quadratmeter abgekoppelter Fläche kalkulieren. Der Aufwand ist gering, wenn folgende Punkte zutreffen: Die Maßnahme wird im Rahmen eines laufenden Bauvorhabens umgesetzt. Die Pflanzgrube ist teilweise bereits vorhanden. Der Entsorgungsaufwand für den Bodenaushub ist gering. Der Untergrund eignet sich gut für Versickerung. Es ist keine ergänzende Behandlung (Filter) des Regenwasserabflusses notwendig. Es gibt kurze oder bereits bestehende Zuleitungen. Ein Überlauf ist einfach herstellbar. Der Aufwand ist hoch, wenn diese Parameter sich entsprechend ändern.

Wichtige Hinweise

Ausführliche Informationen findest du im Dokument „Standards für die Ausführung von baulichen Anlagen“ im Rahmen des Förderprojekts „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ (KRiS).

Baumrigolen werden gefördert

Du setzt die Maßnahme in Eigenarbeit um oder beauftragst eine Fachfirma: das KRiS-Programm fördert beides. Grundsätzlich gilt: Es werden alle zur Umsetzung der Maßnahme notwendigen Kosten gefördert (Planung, Material, Bau etc.). Wenn du selbst Hand anlegst, werden nur die Materialkosten bezuschusst. Das Land NRW fördert 60 Prozent der Projekt-Kosten, in ihren Verbandsgebieten stocken Emschergenossenschaft und Lippeverband die Förderung für Private auf 90 Prozent und für Kommunen und Mitglieder auf 100 Prozent auf. Um eine Förderung zu erhalten, darf die Umsetzung der Maßnahme erst dann erfolgen, wenn eine Förderzusage vorliegt. Du setzt die Maßnahme in Eigenarbeit um oder beauftragst eine Fachfirma: Auch das Programm „Emscher-Lippe Klima.Anpassung“ (ELKA) fördert beides. 50 Euro pro Quadratmeter abgekoppelter Fläche, von der Regenwasser dann nicht mehr in die Kanalisation fließt, gibt es für Bauprojekte, die über ELKA gefördert werden. Bist du förderberechtigt?

Zur Förderung
Darstellung einer BaumrigoleDarstellung einer Baumrigole

Weitere Informationen

Eine Frau mit schwarzem Haar sitzt auf einer Bank und hält ein Handy in ihrer Hand.

Klimaförderung

Um unsere Region klimarobust zu machen, ist der Umbau nach dem Schwammstadt-Prinzip dringend notwendig. Die Maßnahmen zur kosten Geld – aber du musst die Kosten nicht allein tragen. Profitiere von Fördermitteln und trage zur Schwammstadt der Zukunft bei. Wir zeigen dir, welche Förderung die richtige für dich ist.

Zur Klima.Förderung

Mann und Frau gehen auf begrüntem Dach spazieren.

Struktur.Wandel

Unsere Städte wappnen für die Auswirkungen des Klimawandels – das ist das Ziel unseres Struktur.Wandels. Dafür sind konkrete bauliche Maßnahmen dringend notwendig. Was möglich ist, zeigen viele bereits umgesetzte Projekte aus der Emscher-Lippe-Region.

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Zu sehen ist ein begrüntes Dach.

Extensive Dachbegrünung

Ein Beitrag zur Schwammstadt sind extensiv begrünte Dächer: Damit sind leicht geneigte oder flache Dachflächen gemeint, die bepflanzt sind. Mit einem entsprechenden Aufbau unter der , zu dem auch eine gehört, können Gründächer Regenwasser aufnehmen, zurückhalten und teilweise verdunsten.

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