Hintergrund Grafik - Klima.Werk

Gießkannenheld:innen

Schwammstadt.Baustein Nr. 14

Stadtbäume sind von zentraler Bedeutung für uns, weil sie ein gutes Mikroklima schaffen: Bäume spenden Schatten, kühlen die Umgebung, filtern Schadstoffe aus der Luft und geben Sauerstoff ab. Helfen wir unseren Straßenbäumen, helfen wir uns und unserem Klima. Gießkannenheld:innen setzen sich für durstige Straßenbäume ein: Von Jung bis Alt -wir alle können Gießkannenheld:innen sein!

Eine Gruppe Schüler:innen gießt einen Baum mit lila Gießkannen.

Was sind Gießkannenheld:innen?

Der ist auch im Ruhrgebiet real: Trockenheiße Sommer wechseln mit Starkregenereignissen und Stürmen. Vor allem alte, große Bäume kommen mit längeren Zeiten von und Trockenheit nicht zurecht. Schaffen es die Wurzeln nicht mehr, genügend Wasser aufzunehmen, wird der Baum schwach und wirft als eigene Rettungsaktion seine Blätter ab. Das hat fatale Folgen: Ohne Blätter wird er anfälliger für Schädlinge und Krankheiten. Sterben alte Bäume ab, gibt es auf die Schnelle keinen gleichwertigen Ersatz.

Bewässerung ist die einzige Möglichkeit, bereits geschwächte Bäume zu erhalten. Gleichzeitig erhöht sie die Resilienz gesunder Bäume gegenüber und Krankheiten. Deshalb sind unsere alten Stadtbäume besonders in trockenen Sommern darauf angewiesen, gegossen zu werden. Hierfür bedarf es zusätzlich zu den städtischen Kapazitäten der Mithilfe von engagierten Bürger:innen!
 

Gießkannenheld:in werden

In den Städten Essen und Gelsenkirchen gibt es zum Beispiel Gießkannenheld:innen-Projekte, an denen vor Ort unterschiedliche lokale Akteure beteiligt sind. Gründe doch auch ein Projekt in deiner Stadt!

Zu den Gießkannenheld:innen

Zwei Erwachsene Menschen und zwei Kinder stehen an einem Baum und giessen diesen. Zwei Erwachsene Menschen und zwei Kinder stehen an einem Baum und giessen diesen.

Für wen ist die Maßnahme geeignet?

Zur Gießkanne greifen und Stadtbäume bewässern: Das können alle Bürger:innen machen. Um einen Regenwassertank aufzustellen, muss Platz im Vorgarten oder Garten vorhanden sein – und um eine Förderung zu erhalten, muss der Tank zugänglich sein. Die Aufstellung eines Tanks eignet sich deshalb besonders für…

Zwei Wasserspeicher für Stadtbäume stehen vor einer grauen Wand.
Eine junge Schülerinnen befüllt eine lila Gießkanne.
Eine Gruppe Schüler:innen gießt einen Baum mit lila Gießkannen.

Gießkannenheld:innen engagieren sich…

Für unser Stadtgrün

Im Sommer werden die Stadtbäume und Grünflächen in der Stadt von den ehrenamtlichen Gießkannenheld:innen gegossen. Das freut die Bäume der Stadt und lässt diese gesund leben. Dadurch wird auch uns Menschen ein gesundes und lebenswertes Umfeld erhalten.

Aktive Büger:innenbeteiligung

Jede:r kann mitmachen und wird mit Gießmaterial unterstützt. Kitas, Schulen, Gemeinden, Vereine und Privatpersonen machen mit: Gesucht werden nicht nur fleißige Gießpat:innen, sondern auch Platzschenker:innen, die einen Ort auf dem eigenen Grundstück zur Verfügung stellen. Dort wird kostenlos ein Tank aufgestellt, in dem Regenwasser vom Fallrohr der Dachrinne zum Gießen gesammelt wird.

Umsetzung und Kosten

Um den natürlichen zu stärken und die zu entlasten, wird Regenwasser genutzt. Deshalb erhalten alle, die ausreichend Platz am Haus haben (Platzschenker:innen) – z. B. im Vorgarten, auf dem Gelände eines Vereinsheims, einer Firma oder einer Kita – einen kostenlosen 1.000-Liter-Wassertank, inklusive Wasserhahn.
Die Kosten für die Anschaffung der Wassertanks werden mit Fördermitteln aus dem ELKA-Förderprogramm finanziert. Voraussetzung: Der Tank muss in unmittelbarer Nähe zum Regenfallrohr aufgestellt werden und aus dem Umfeld für jede:n zugänglich sein. Neben den Tanks werden die Platzschenker:innen bei ihrem Engagement weiter durch kostenlose Gießkannen, Bewässerungssäcke und Schläuche – also mit allem, was zum Gießen benötigt wird – unterstützt.
 

Der Container muss mindestens fünf Jahre lang für das Gießen eines Straßenbaumes genutzt werden. Danach geht er in das Eigentum der Grundstückseigentümer:innen über. Bei Trockenzeiten befüllt die Stadt die Container nach Bedarf.

Hier sind Gießkannenheld:innen aktiv

In diesen Klima.Werk Städten gibt es bereits aktive Gießkannenheld:innen-Initiativen:

Interessierte Bürger:innen können sich in ihrer Stadt direkt an die jeweilige Initiative wenden. 
Das Gießkannenheld:innen-Projekt auf andere interessierte Städte auszuweiten, ist erklärtes Ziel der zusammen mit dem Initiatorenteam: Gemeinsam stehen wir anderen Städten wegbereitend und unterstützend mit Wissen, Vermittlung von Ansprechpartner:innen und Fördermitteln zur Seite.

Infos zum Projekt Gießkannenheld:innen und zum Unterstützungsangebot durch die Zukunftsinitiative Klima.Werk gibt es auch gerne im direkten Kontakt: hallo@klima-werk.de
 

Vier ältere Menschen stehen vor einer Vorrichtung die zum Abzapfen von Wasser zum giessen genutzt wird. Vier ältere Menschen stehen vor einer Vorrichtung die zum Abzapfen von Wasser zum giessen genutzt wird.

Wichtige Hinweise zum Aufstellen des Containers 

  • Benötigte Fläche zum Aufstellen des Containers: ca. 100 x 120 cm, Höhe ca. 150 cm
  • Der Container muss an einem öffentlich erreichbaren Standort installiert werden
  • Dachfläche von mindestens 15–25 m², um den Container zu befüllen.

Infos zur Förderung von Tanks gibt es hier: 

Zur ELKA-Förderung

Weitere Informationen

Eine Frau mit schwarzem Haar sitzt auf einer Bank und hält ein Handy in ihrer Hand.

Klimaförderung

Um unsere Region klimarobust zu machen, ist der Umbau nach dem -Prinzip dringend notwendig. Die Maßnahmen zur kosten Geld – aber du musst die Kosten nicht allein tragen. Profitiere von Fördermitteln und trage zur Schwammstadt der Zukunft bei. Wir zeigen dir, welche Förderung die richtige für dich ist.

Zur Klima.Förderung

Mann und Frau gehen auf begrüntem Dach spazieren.

Struktur.Wandel

Unsere Städte wappnen für die Auswirkungen des Klimawandels – das ist das Ziel unseres Struktur.Wandels. Dafür sind konkrete bauliche Maßnahmen dringend notwendig. Was möglich ist, zeigen viele bereits umgesetzte Projekte aus der Emscher-Lippe-Region.

Zum Struktur.Wandel

Zu sehen ist ein Nahaufnahme eines Weges aus Stein. Am Wegrand befinden sind grüne Sträucher.

Flächenentsiegelung

Ein Beitrag zur Schwammstadt ist die von privaten oder öffentlichen Flächen. Befestigte, nicht wasserdurchlässige Flächen wie Parkplätze, Schulhöfe oder Garageneinfahrten werden entsprechend umgebaut. Danach fließt das Regenwasser von diesen Flächen nicht mehr in die Kanalisation, sondern kann durch die dann wasserdurchlässige Oberfläche versickern.

Zum Schwammstadt.Baustein

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Bilder: 
Sven Lorenz und Hendrik Rathmann/Ehrenamtagentur Essen
Gerd Kämper/Stadt Gelsenkirchen