Hintergrund Grafik - Klima.Werk

Regenwasser Gewässern zuführen

Schwammstadt.Baustein 9

Zu sehen ist ein Regenablauf aus Stein. Drumherum sind kleine Sträucher.

Wie lässt sich Regenwasser Gewässern zuführen?

Ein Beitrag zur kann sein – wenn es sonst keine Möglichkeit zur lokalen gibt – Regenwasser von befestigten Flächen direkt Gewässern (Bächen, Flüssen, Teichen) zuzuleiten. Das ist auf jeden Fall besser, als das Regenwasser in die fließen zu lassen. Für diese vom Mischwassersystem sollten die Flächen möglichst unbelastet oder nur schwach belastet sein. Die Zuleitung des anfallenden Regenwassers in die Gewässer sollte in offenen Rinnen, Gräben oder Wasserläufen erfolgen. Wenn das nicht geht, kann das Wasser auch über eine Rohrleitung ins Gewässer fließen.

Sauberes Regenwasser fließt direkt in ein Gewässer und nicht über den Umweg Kläranlage.

Die Vorteile im Überblick:
Regenwasser Gewässern zuzuführen ist gut für …

Das Regenwasser von befestigten Flächen fließt ins Gewässer: Das entlastet die Kanalisation.

Die offenen Zuläufe wie Rinnen oder Gräben können als stadtgestalterisches Element genutzt werden: Wasserläufe sind ein Hingucker.

Dürrephasen machen Gewässern zu schaffen: Die direkte Zuleitung von Niederschlagswasser sorgt dafür, dass Gewässer nicht so schnell trockenfallen. Das wiederum ist gut für Fauna und Flora und für die Kühlung des Stadtklimas.

Umsetzung und Kosten

Die Einleitung von Niederschlagsabflüssen in ein Gewässer muss gewässerverträglich sein und dies muss auch nachgewiesen werden gemäß geltender Vorschriften. Eine Voraussetzung für die Förderung aus dem KRiS-Programm: Die Abkopplung über eine ortsnahe Versicherung scheidet aus. Insgesamt kommt die Maßnahme für Eigentümer:innen in Frage, deren Flächen in Gewässernähe liegen. Für die Umsetzung der Niederschlagswasserzuführung zum Gewässer musst du je nach Aufwand ca. 75 Euro (gering) bis ca. 600 Euro (hoch) pro Meter Ableitungsstrecke veranschlagen. Der Aufwand ist gering, wenn folgende Punkte zutreffen: Die Umsetzung erfolgt im Rahmen eines laufenden Bauvorhabens. Die Topographie ist günstig. Der Entsorgungsaufwand für den Bodenaushub ist gering. Es gibt wenige Entwässerungspunkte. Die Grundstücksentwässerung ist einfach veränderbar. Die Zuleitungsstrecken sind kurz. Der Aufwand ist hoch, wenn sich diese Parameter entsprechend ändern.

Wichtige Hinweise

Ausführliche Informationen findest du im Dokument „Standards für die Ausführung von baulichen Anlagen“ im Rahmen des Förderprojekts „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ (KRiS).

Regenwasser Gewässern zuführen: Förderung

Du setzt die Maßnahme in Eigenarbeit um oder beauftragst eine Fachfirma: das KRiS-Programm fördert beides. Grundsätzlich gilt: Es werden alle zur Umsetzung der Maßnahme notwendigen Kosten gefördert (Planung, Material, Bau etc.). Wenn du selbst Hand anlegst, werden nur die Materialkosten bezuschusst. Das Land NRW fördert 60 Prozent der Projekt-Kosten, in ihren Verbandsgebieten stocken Emschergenossenschaft und Lippeverband die Förderung für Private auf 90 Prozent und für Kommunen und Mitglieder auf 100 Prozent auf. Um eine Förderung zu erhalten, darf die Umsetzung der Maßnahme erst dann erfolgen, wenn eine Förderzusage vorliegt. Du setzt die Maßnahme in Eigenarbeit um oder beauftragst eine Fachfirma: Auch das Programm „Emscher-Lippe Klima.Anpassung“ (ELKA) fördert beides. 50 Euro pro Quadratmeter abgekoppelter Fläche, von der Regenwasser dann nicht mehr in die fließt, gibt es für Bauprojekte, die über ELKA gefördert werden.

Zur Förderung
Darstellung einer NiederschlagswasserzuführungDarstellung einer Niederschlagswasserzuführung

Weitere Informationen

Eine Frau mit schwarzem Haar sitzt auf einer Bank und hält ein Handy in ihrer Hand.

Klimaförderung

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Zur Klima.Förderung

Mann und Frau gehen auf begrüntem Dach spazieren.

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Zwei Personen laufen durch eine begrünte Fußgängerzone.

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