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Regenwassernutzung

Schwammstadt.Baustein Nr. 11

In den meisten Fällen fließt das anfallende Regenwasser von den Dachflächen direkt in die Kanalisation und von dort zur Kläranlage. Jedoch kann das Regenwasser auch direkt auf dem Grundstück gesammelt, gespeichert und wieder genutzt werden. Die Nutzung ist im Haus und im Garten möglich, und bietet sich zudem für gewerbliche Zwecke an. Beide Lösungen bieten diverse Vorteile für die Umwelt, aber auch für den Geldbeutel.

Regenwasser fließt von einem Fallrohr an der Wand in ein altes Holzfass, im Hintergrund ein üppiger Garten.

Was ist Regenwassernutzung?

Regenwassernutzung im Innenbereich

Die Regenwassernutzung im Innenbereich ist eine nachhaltige Möglichkeit, den Trinkwasserverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Regenwasser kann für die Toilettenspülung, zum Wäsche waschen oder zur Kühlung verwendet werden. Das spart im Jahr viel Trinkwasser ein, was nicht nur umweltfreundlich, sondern auch gebührensparend ist. 
Durch den Einsatz einer wird das Regenwasser gesammelt und gespeichert. Damit die Zisterne in längeren Regenperioden oder bei nicht überläuft, kann das überschüssige Wasser entweder in die abgeführt oder auf dem Grundstück versickert werden. Wenn in der Nähe des Grundstücks ein natürliches Gewässer verläuft, ist es außerdem möglich in dieses das überschüssige Regenwasser einzuleiten. Bei der auf dem Grundstück oder Einleitung des überschüssigen Wassers in ein Gewässer bleibt das Wasser komplett im natürlichen Kreislauf.
 

Regenwassernutzung im Garten

Eine Zisterne für den Garten ermöglicht die Nutzung von Regenwasser für Pflanzen und Rasen. Diese Maßnahme ist leicht umzusetzen, spart Trinkwasser und somit auch eine Menge Geld. Mit einer Zisterne lässt sich das Wasser vom Dach auffangen und für trockene Tage speichern. Damit die Zisterne bei stärkeren Regenfällen nicht überläuft, bietet sich die Versickerung des überschüssigen Regenwassers im Garten an, um einen Beitrag zum natürlichen Wasserhaushalt zu leisten. Aber auch der Anschluss an die Kanalisation ist möglich. 

Für wen ist die Maßnahme geeignet?

Regenwassernutzung im Innen- und Außenbereich ist sowohl für öffentliche als auch private und gewerbliche Flächen- und Immobilieneigentümer*innen relevant und sinnvoll.

Die Vorteile im Überblick:

Regenwassernutzung ist gut für…

Regenwasser fließt von einem Fallrohr an der Wand in ein altes Holzfass, im Hintergrund ein üppiger Garten.Regenwasser fließt von einem Fallrohr an der Wand in ein altes Holzfass, im Hintergrund ein üppiger Garten.

Umsetzung und Kosten

Je nachdem wo und wofür das Regenwasser genutzt wird, entstehen unterschiedliche Arbeitsschritte und Kosten, sodass wir nur eine grobe Orientierung zu den umzusetzenden Schritten geben können. 
Bei jeder Variante wird Regenwasser gesammelt und in eine über- oder unterirdische Zisterne geleitet. Hierfür bietet sich vor allem der Anschluss von Dachflächen an, da diese in der Regel weniger verschmutzt sind. Bei Gründächern muss beachtet werden, dass z.B. Pflanzenreste in die Zisterne gespült werden, welche zur Verschmutzung dieser führen können. Wenn auch das Wasser von stärker verschmutzten Flächen, z.B. von Einfahrten und Stellplätzen, eingeleitet werden soll, ist eine Reinigung vorzuschalten. Je nach Standort der Zisterne ist eine Pumpe erforderlich, um das Wasser an die gewünschte Stelle zu bringen. 
 
Bei der Nutzung im Haus oder im Innenbereich muss ein separates Regenwassernetz aufgebaut werden, um das Trinkwasser nicht zu verschmutzen. Daher sollte eine Fachfirma die Umsetzung durchführen.
 

Wichtige Hinweise

 

Du setzt die Maßnahme in Eigenarbeit um oder beauftragst eine Fachfirma: Auch das Programm „Emscher-Lippe Klima.Anpassung“ (ELKA) fördert beides. 50 Euro pro Quadratmeter abgekoppelter Fläche, von der Regenwasser dann nicht mehr in die Kanalisation fließt, gibt es für Bauprojekte, die über ELKA gefördert werden, und für Maßnahmen zur Regenwassernutzung im Innen- und Außenbereich.

Zur ELKA-Förderung

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