Mini.Wald in Recklinghausen

Grundschule Recklinghausen-Hochlarmark

Zwei Erwachsene Personen in orangener Kleidung leiten eine Gruppe Kinder dabei an Setzlinge zu pflanzen.

Natur, Bildung und Gemeinschaft mitten in der Stadt: Ein Mini.Wald ist ein kleiner, dicht bepflanzter Wald – auf Flächen von 100 bis 400 m² entstehen durch die Pflanzung heimischer Sträucher und Bäume lebendige Ökosysteme. Der Mini.Wald verbessert das Stadtklima, speichert Wasser, bietet Lebensraum für Tiere und Pflanzen und trägt zur Abkühlung in heißen Sommern bei.

Pilotprojekt für Recklinghausen

Bereits im Jahr 2021 beauftragte die Politik die Stadtverwaltung Recklinghausen mit der Suche nach geeigneten Flächen im Stadtgebiet für Mini.Wälder. In einem Pilotprojekt sollte eine versiegelte Fläche im innerstädtischen Bereich zunächst gesucht und in dieser besagten Pflanzart entsprechend umgestaltet werden.

Das einst als Sport-, Freizeit- und Erholungsfläche ausgewiesene Areal in Recklinghausen-Hochlarmark in unmittelbarer Nähe zur Grundschule Hochlarmark wurde bereits seit Jahren in der Art nicht mehr genutzt und war zuletzt als solche nicht mehr wiederzuerkennen. Darüber hinaus wünschten sich die Bürger eine veränderte Nutzung der Fläche, die mit einer verbesserten Aufenthaltsqualität auf der Fläche einhergeht.

Nach umfangreichen Untersuchungen und einer Förderung im Rahmen der Zukunftsvereinbarung Regenwasser konnte mit den Entsiegelungs- und Tiefbauarbeiten im November 2024 begonnen werden, welche bis zum Frühjahr 2025 andauerten. Da die Partizipation des direkten Umfeldes ein wesentlicher Aspekt der Mini.Wald-Kultur ist, fand die Pflanzung des ersten Mini.Waldes in Recklinghausen zusammen mit den Schüler:innen der angrenzenden Grundschule Hochlarmark statt. Dabei halfen die Kinder nicht nur bei der Pflanzung, sondern erschufen auch ihr eigenes grünes Klassenzimmer, welches zukünftig als Lern- und Begegnungsort dienen soll. Gerade im Sommer bietet der Mini.Wald einige Vorteile:

  • kühlender Effekt auf die Umgebung

  • Verbesserung der Luftqualität

  • Erhöhung der Biodiversität

  • Rückhalt von Bodenwasser

  • Kulturelle Ökosystemdienstleistungen

  • Partizipation des direkten und indirekten Umfeldes (Grundschule, Anwohner:innen)

  • Nutzung als grüner Klassenraum zu Bildungszwecken

  • Nutzung als sozialer Treffpunkt

Mit diesem Projekt setzt die Stadt Recklinghausen ein weiteres Zeichen für den klimaresilienten Stadtumbau in Recklinghausen.

1.477

gesetzte Gehölze

657

Bäume

820

Sträucher

25

Arten

290.000

Liter Regenwasser pro Jahr können dem Boden zugeführt werden

Zitat-Anfang „Mit den Tiny Forests schaffen wir nicht nur grüne Oasen in unserer Stadt, sondern setzen auch ein starkes Zeichen für den Klimaschutz und die Biodiversität. Es ist wichtig, dass wir gemeinsam solche nachhaltigen Projekte umsetzen, um unsere Stadt auch für zukünftige Generationen noch lebenswerter zu machen.“ Zitat-Ende

Christoph Tesche Bürgermeister der Stadt Recklinghausen

Auf dem Bild befindet sich ein Mann mit weißem Hemd, welcher links auf ein Klima.Werk Schild zeigt.
Zitat-Anfang „Die Folgen des sich verändernden Klimas spüren wir schon längst mit längeren Hitzephasen im Sommer oder häufigerem Starkregen. Wir müssen unsere stark verdichteten Städte anpassen: Mini.Wälder sind ein Baustein dafür, denn sie bedeuten mehr Grün und mehr Speicherkapazitäten für Regenwasser.“ Zitat-Ende

Andreas GigaLeiter der Serviceorganisation der Zukunftsinitiative Klima.Werk von Emschergenossenschaft / Lip-peverband und Kommunen

Eine große Menschengruppe die gemeinsam für ein Foto posiert. Vor ihnen stehen Setzlinge die eingepflanzt wurden.
© Daniel Maiß/Stadt Recklinghausen

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Bilder: Daniel Maiß/Stadt Recklinghausen