Hintergrund Grafik - Klima.Werk

Klimarobuster Umbau mit Dachbegrünungen: 50 Euro pro Quadratmeter

Pressemitteilung vom 27.03.2025

10.000 Grüne Dächer: Lippeverband stellt neues Förderprogramm für Bürger*innen vor. Zuschuss digital beantragen

Möglichst viele Dächer in der Lippe-Region begrünen – das ist das Ziel des neuen Förderprogramms des Lippeverbands. Es richtet sich an Eigentümer*innen in allen Lippe-Kommunen, deren Immobilie im Einzugsgebiet des Wasserwirtschaftsverbandes liegt. 50 Euro Förderung pro Quadratmeter begrünter Dachfläche gibt es für Hausbesitzer*innen. Die Förderung gilt neu in 32 Städten und Gemeinden der Lippe-Region, zusammen mit dem „10.000 Grüne Dächer“-Programm im Emscher-Gebiet in insgesamt 48 Kommunen.

Projektentwicklerin Isabelle Knauf, Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbands, Bodo Klimpel, Ratsvorsitzender des Lippeverbands und Landrat des Kreises Recklinghausen, Annette Ebener, Stadtkoordinatorin in der Zukunftsinitiative Klima.Werk und Abteilungsleiterin im Tiefbauamt der Stadt Dorsten, sowie Andreas Giga, Leiter der Serviceorganisation des Klima.Werks bei EGLV.Projektentwicklerin Isabelle Knauf, Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbands, Bodo Klimpel, Ratsvorsitzender des Lippeverbands und Landrat des Kreises Recklinghausen, Annette Ebener, Stadtkoordinatorin in der Zukunftsinitiative Klima.Werk und Abteilungsleiterin im Tiefbauamt der Stadt Dorsten, sowie Andreas Giga, Leiter der Serviceorganisation des Klima.Werks bei EGLV.

, oder – auch die Städte in der Lippe-Region haben mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen. Ein wirksames Mittel bei der Anpassung sind begrünte Dächer. „Dachbegrünungen sind nicht nur aus der Luft ein Hingucker, sondern sie sind auch gut für Gesundheit, Luft- und Lebensqualität, und Stadtklima“, sagte Bodo Klimpel, Ratsvorsitzender des Lippeverbands, bei der Vorstellung des neuen Förderprogramms „10.000 Grüne Dächer“ im Kreishaus in Recklinghausen. „So viele Dächer sind noch grau, zum Beispiel von Garagen, Anbauten oder Carports. Das wollen wir gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern ändern“, erklärte Bodo Klimpel weiter. Das Förderprogramm richtet sich an Eigentümer*innen in allen Lippeverbands-Kommunen, deren Immobilie im Einzugsgebiet des Wasserwirtschaftsverbandes liegt (siehe Karte Fördergebiet auf www.klima-werk.de/gruendachfoerderung). Die attraktive Förderung können Bürger*innen bequem digital beantragen.

Ein Gründach ist ein Dach mit Plus

Ein begrüntes Dach ist ein Dach mit Plus! Weil es zum Beispiel Regenwasser speichert, verdunstet und so eine Kühl-Wirkung fürs Stadtklima hat. „Dachbegrünungen sind ein wichtiger Baustein beim klimarobusten, blau-grünen Umbau der Städte nach dem Prinzip der “, sagte Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbands. Wie die Emschergenossenschaft arbeitet nun auch der Lippeverband in der gemeinsam mit Kommunen für eine wasserbewusste Stadtentwicklung. „Alle unsere Maßnahmen zielen darauf ab, dass die wertvolle Ressource Regenwasser nicht mehr in die abgeleitet wird, sondern vor Ort versickert oder gespeichert wird“, so Uli Paetzel. Zum Beispiel in einem Gründach.

Die Infrastrukturen an den anzupassen, gelingt nur gemeinsam: Städte, Unternehmen, Bürger*innen müssen mitmachen. „Deshalb machen wir mit unserer neuen Förderung für Hausbesitzerinnen und -Besitzer in der Lippe-Region ein starkes Angebot. Machen Sie mit!“, appellierte Uli Paetzel.

Bis zu 10.000 Euro Förderung möglich

50 Euro pro Quadratmeter Dachbegrünung erhalten förderberechtigte Antragsteller*innen. Die Förderung kann für ein Dach oder mehrere Dächer eines Grundstücks (gleiche Postanschrift) beantragt werden, insgesamt können so maximal 200 Quadratmeter Fläche begrünt werden. Bis zu 10.000 Euro Förderung können Dachbegrüner*innen also bekommen. Für die Dachbegrünung kann eine Fachfirma beauftragt werden, eine Umsetzung in Eigenarbeit ist ebenfalls möglich, beides ist förderfähig (Übrigens: Wer größere Flächen begrünen will, wendet sich an hallo@klima-werk.de).

Erweiterung des Fördergebiets für einige Kommunen

Das „10.000 Grüne Dächer“-Programm gibt es bereits seit 2023 im Raum der Emschergenossenschaft. Für einige Kommunen, die im Einzugsgebiet beider Wasserwirtschaftsverbände liegen, bedeutet die aktuelle Ausweitung des Förderprogramms, dass nun alle oder fast alle Stadtteile im Fördergebiet liegen (Dinslaken, Bottrop, Gladbeck, Dortmund, Herten, Recklinghausen, Holzwickede, Gelsenkirchen, Oberhausen).

Hier gilt die Förderung im Lippeverbandsgebiet

In folgenden Städten und Gemeinden im Gebiet des Lippeverbands gilt das Förderangebot (meist im gesamten Stadtgebiet, in Ausnahmefällen nur in einigen Ortsteilen): Reken, Dülmen, Lüdinghausen, Nordkirchen, Nottuln, Olfen, Senden, Bottrop, Dortmund, Gelsenkirchen, Hamm, Oberhausen, Datteln, Dorsten, Gladbeck, Haltern am See, Herten, Marl, Oer-Erkenschwick, Recklinghausen, Waltrop, Ense, Bad Sassendorf, Möhnesee, Soest, Welver, Werl, Ahlen, Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Holzwickede, Kamen, Lünen, Selm, Unna, Werne, Dinslaken, Hünxe, Schermbeck, Voerde

Voraussetzungen, Förderanträge, Webseite

Alle Informationen zur Förderung und zu den Voraussetzungen finden Interessierte auf www.klima-werk.de/gruendachfoerderung, über diese Webseite ist auch das digitale Förderportal zur Antragstellung zu erreichen.

Die wichtigsten Informationen zur Förderung:

Was wird unter welchen Voraussetzungen gefördert?

Der Lippeverband

Der Lippeverband ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt. Seine Aufgaben sind in erster Linie die Abwasserentsorgung und -reinigung, Hochwasserschutz durch Deiche und Pumpwerke und die Gewässerunterhaltung und -entwicklung. Dazu gehört auch die ökologische Verbesserung technisch ausgebauter Nebenläufe. Darüber hinaus kümmert sich der Lippeverband in enger Abstimmung mit dem Land NRW um die Renaturierung der Lippe. Dem Lippeverband gehören zurzeit 155 Kommunen und Unternehmen als Mitglieder an, die mit ihren Beiträgen die Verbandsaufgaben finanzieren. www.eglv.de

Die Zukunftsinitiative Klima.Werk

In der Zukunftsinitiative Klima.Werk arbeiten Emschergenossenschaft und Lippeverband gemeinsam mit Städten der Emscher-Lippe-Region an einer wasserbewussten Stadt- und Raumentwicklung, um die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Lebensqualität in den Quartieren zu steigern. Der blau-grüne Umbau startete 2005 mit der Zukunftsvereinbarung Regenwasser (ZVR) von Emschergenossenschaft, Emscher-Kommunen und dem Land NRW und entwickelte sich 2014 zur Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ weiter, jetzt Zukunftsinitiative Klima.Werk.

Unter dem Dach des Klima.Werks wird das Ruhrkonferenz-Projekt „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt, an dem sich seit 2020 alle Wasserverbände der Region beteiligen. Die Förderkulisse des Projekts umfasst das Gebiet des Regionalverbandes Ruhr (53 Städte und Gemeinden). In den klimafesten Wandel sollen bis 2030 rund 250 Millionen Euro investiert und in ausgewiesenen Gebieten 25 Prozent der befestigten Flächen abgekoppelt und die Verdunstungsrate um 10 Prozentpunkte gesteigert werden. Die Serviceorganisation der Zukunftsinitiative bei Emschergenossenschaft und Lippeverband setzt mit den Städten die Maßnahmen zur um. Weitere Informationen (auch zur Förderung von Projekten) auf www.klima-werk.de.

Die Emschergenossenschaft

 

Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt. Sie wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet und kümmert sich seitdem unter anderem um die Unterhaltung der Emscher, um die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie um den Hochwasserschutz.

Die Zukunftsinitiative Klima.Werk

In der Zukunftsinitiative Klima.Werk arbeiten Emschergenossenschaft und Lippeverband gemeinsam mit Städten der Emscher-Lippe-Region an einer wasserbewussten Stadt- und Raumentwicklung, um die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Lebensqualität in den Quartieren zu steigern. Der blau-grüne Umbau startete 2005 mit der Zukunftsvereinbarung Regenwasser (ZVR) von Emschergenossenschaft, Emscher-Kommunen und dem Land NRW und entwickelte sich 2014 zur Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ weiter, jetzt Zukunftsinitiative Klima.Werk. Seit 2025 gibt es neu das Programm Emscher-Lippe Klima.Anpassung (ELKA), das Bausteine zum Schwammstadt-Umbau von öffentlichen und privaten Flächeneigentümer:innen fördert.

Unter dem Dach des Klima.Werks wird das Ruhrkonferenz-Projekt „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt, an dem sich seit 2020 alle Wasserverbände der Region beteiligen. Die Förderkulisse des Projekts umfasst das Gebiet des Regionalverbandes Ruhr (53 Städte und Gemeinden). In den klimafesten Wandel sollen bis 2030 rund 250 Millionen Euro investiert und in ausgewiesenen Gebieten 25 Prozent der befestigten Flächen abgekoppelt und die Verdunstungsrate um 10 Prozentpunkte gesteigert werden. Die Serviceorganisation der Zukunftsinitiative bei Emschergenossenschaft und Lippeverband setzt mit den Städten die Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung um. Weitere Informationen (auch zu Förderung von Projekten) auf www.klima-werk.de.