Gestaltungsraum Wattenscheid

Blau-grüne Elemente werten Straßenbild auf

Offizielle Bezeichnung: Gestaltungsraum Wattenscheid

Registriert seit: Juni 2026

Kommune: Bochum

Das Rathausdach in Wattenscheid wird begrünt, der August-Bebel-Platz mit wassersensiblen Elementen gestaltet und die Friedrich-Ebert-Straße bekommt Baumrigolen. Die Stadt Bochum baut in Wattenscheid nach dem Schwammstadt-Prinzip um – und lädt private Flächeneigentümer*innen zum Mitmachen ein.

Wo liegt der Gestaltungsraum?

Der Gestaltungsraum Wattenscheid im Bochumer Westen (blaue Umrandung) hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. Einst geprägt von der Montanindustrie, ist das Gebiet nahe der Stadtgrenze zu Essen und Gelsenkirchen heute ein moderner Gewerbe- und Dienstleistungsstandort sowie lebenswertes Wohnviertel.  
Als Gestaltungsraum für die naturnahen Umbaumaßnahmen wurde der Bereich zwischen Lohrheidestadion im Nordwesten und dem Schulzentrum Westenfeld im Südosten ausgewählt. Die ca. 146 Hektar große Fläche befindet sich im Einzugsgebiet der Emscher. Die Entwässerung erfolgt in den Wattenscheider Bach. Gut zwei Drittel der Gesamtfläche des Gestaltungsraums sind als befestigte/versiegelte Flächen an die Mischwasserkanalisation angeschlossen. Rund 21 Hektar befestigte Flächen wurden in der Vergangenheit bereits von dieser abgekoppelt bzw. in ein anderes Entwässerungssystem für Regenwasser überführt.

Verbau von Rigolen und Baumrigolen

Der Gestaltungsraum Wattenscheid soll dem Schwammstadtprinzip folgend umgestaltet werden. In diesem Rahmen sind verschiedene städtische Bauprojekte geplant. Gleichzeitig sind private Grundstückseigentümer*innen im Gestaltungsraum eingeladen, Maßnahmen wie Dachbegrünungen, Entsiegelungen oder andere Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen umzusetzen. Im öffentlichen Raum werden fünf Maßnahmen priorisiert durchgeführt. Im Zuge der Neugestaltung des August-Bebel-Platzes sollen Flächen entsiegelt und unter anderem Rigolen und Baumrigolen verbaut werden, damit das auf dem Platz anfallende Regenwasser versickern und gespeichert werden kann.

Dem Prinzip der Schwammstadt soll auch der Umbau der Friedrich-Ebert-Straße folgen. Die vierspurige Verkehrsachse mit zusätzlichen Stadtbahngleisen soll so umgestaltet werden, dass blau-grüne Elemente das Straßenbild aufwerten und das Regenwasser in den Wattenscheider Bach abfließen kann. Des Weiteren sind die wassersensible Umgestaltung der Straße „An der Papenburg“ sowie des Platzes vor dem Wattenscheider Rathaus geplant. 

KRiS fördert private und öffentliche Maßnahmen im Rahmen des Programms für die Klimaanpassung mit 60 Prozent der Investitionskosten. Da der Gestaltungsraum Wattenscheid im Einzugsgebiet der Emschergenossenschaft liegt, bezuschusst diese den nachhaltigen Umgang mit Regenwasser mit zusätzlichen 40 Prozent bei kommunalen Projekten und mit zusätzlichen 30 Prozent bei privaten Flächeneigentümer*innen. 

 

 

Liegt dein Grundstück oder deine Immobilie im Gestaltungsraum?

Wenn deine Immobilie im Gestaltungsraum liegt, hast Zugriff auf die entsprechende Förderung. Durch einfache Adresseingabe erhältst du direkt das Ergebnis. Bist du förderfähig, erfährst du durch Klick auf "Zum Antrag", wie du an die Fördermittel gelangen kannst. Bist du nicht förderfähig, informieren wir dich über weitere verfügbare Förderungen.

DATEN & FAKTEN

Bauprojekte und Maßnahmen

Geplante Umsetzung: 2026 bis 2033

Beteiligung von Bürger*innen im Rahmen von Baustellenbegehungen und Öffentlichkeitsarbeit im Stadtteil sind geplant.
 

Ansprechpartner*innen für private Projekte:

Frau Hüskes
Telefon: 0234 910-1048

Herr Reinhardt
Telefon: 0234 910-3776 

Frau Schulte-Wermlinghoff
Telefon: 0234 910-3973

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Ein Projekt im Rahmen der

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Fördermittelgeber:

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