Gestaltungsraum Erlbruchpark

Blau-grüner Innenstadt-Umbau

Offizielle Bezeichnung: Gestaltungsraum Erlbruchpark

Registriert seit: Okt. 2025

Kommune: Recklinghausen

Um besser auf Starkregen und Hitze reagieren zu können, setzt Recklinghausen im Elbruchpark auf das Schwammstadt-Prinzip. Regenwasser wird vor Ort zurückgehalten, versickert oder verdunstet – so wird die Stadt widerstandsfähiger gegen Klimafolgen und gleichzeitig grüner und lebensfreundlicher gestaltet.

 

Recklinghausen wird klimafit

Notwendige Anpassungen an den Klimawandel stellen die Städte seit einiger Zeit vor erhebliche Herausforderungen. In der hochurbanisierten Stadt Recklinghausen sind es insbesondere zwei Phänomene des veränderten Niederschlagsgeschehens, die sich maßgeblich auf die Lebensqualität der Bevölkerung auswirken werden:

  • zunehmende Extremwetterereignisse mit Starkniederschlägen sowie
  • langanhaltende Hitzeperioden

Die Konsequenzen dieser Wetterextreme sind steigende Kosten, zum Beispiel durch Überflutungsschäden, eingeschränkt funktionierende Ver- und Entsorgungsinfrastrukturen, negative Auswirkungen auf den Naturhaushalt, die Vegetation und die Grundwasserneubildung, aber auch gesundheitliche Risiken für die Bürgerinnen und Bürger durch hohe Temperaturen. Durch die Gefahren von geänderten klimatischen Bedingungen besteht die vorsorgende Notwendigkeit, wirksame und nachhaltige Klimaanpassungsstrategien zu entwickeln und entsprechende Maßnahmen zeitnah im Rahmen der nachhaltigen Stadtentwicklung auch bei Umbau- bzw. Rückbauprojekten sowie vernetzten Grünflächenentwicklungsplanungen in die Umsetzung zu bringen.Im Rahmen der geplanten Maßnahmen in dem Gestaltungsraum Elbruchpark wird das Regenwasser weitgehend vom Mischsystem abgekoppelt und das Prinzip der Schwammstadt umgesetzt. Hierdurch soll die Klimaresilienz der Stadt verbessert und sowohl Hitzeinseln als auch Starkregengefahren entgegengewirkt werden. Darüber hinaus leisten solche Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität, indem neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen entstehen und die Aufenthaltsqualität in den Grünflächen erhöht wird.

Liegt dein Grundstück oder deine Immobilie im Gestaltungsraum?

Wenn deine Immobilie im Gestaltungsraum liegt, hast du Zugriff auf die entsprechende Förderung. Durch einfache Adresseingabe erhältst du direkt das Ergebnis. Bist du förderfähig, erfährst du durch Klick auf "Zum Antrag", wie du an die Fördermittel gelangen kannst. Bist du nicht förderfähig, informieren wir dich über weitere verfügbare Förderungen.

DATEN & FAKTEN

Geplanter Baubeginn: 04/2025 (Mulden-Rigolen-System Paulusanger mit Baumrigolen)

Geplante Fertigstellung des Gestaltungsraums: 12/2033

Maßnahmen im Überblick

Durch die Renaturierung des Hellbaches (Gewässer der Emschergenossenschaft) wurde die Voraussetzung für eine umfangreiche Regenwasserabkopplung im südlichen Innenstadtbereich geschaffen. Im Rahmen einer Potentialanalyse wurde eine Bestandsaufnahme durchgeführt und Wege für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Regenwasserbewirtschaftung aufgezeigt. Aufgrund des Geländegefälles, der Flächenverfügbarkeit und des vorhandenen Teiches im Erbruchpark wurde eine Wasserachse in West- Ostrichtung – von der Paulusschule bis zum Hellbach - festgelegt. Hier werden Elemente zur Speicherung, Versickerung, Verdunstung und Ableitung des Regenwassers in einem kaskadenmäßig angelegten System kombiniert. In Zusammenarbeit mit der Zukunftsinitiative Klima.Werk wurde schließlich der Gestaltungsraum Erlbruchpark in Recklinghausen entworfen. Ergänzend sollen Maßnahmen auf den privaten Grundstücken umgesetzt werden. 

Kernmaßnahmen im Zeitverlauf

Ziele

 

Ansprechpartner*innen für private Projekte:

Frau Meerim Kazakova
Entwässerungsplanung und –unterhaltung
Tel.: 02361/50-2736
Mail: Meerim.Kazakova@recklinghausen.de

Herr Felix Sprenger
Klimaanpassungsmanagement
Tel.: 02361/50-1006
Mail: Felix.Sprenger@recklinghausen.de

 

Weiterführende Links

 

Lass dich beraten! 

Ein Projekt im Rahmen der

Logo der Zukunftsinitiative Klima.Werk

Fördermittelgeber:

Logo des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-WestfalenLogo der EGLV

Projektpartner: