Fassadenbegrünung
Definition und Erklärung
Fassadenbegrünung ist eine Form der Gebäudebegrünung. Oft werden dafür Kletterpflanzen wie Efeu, Wilder Wein oder Kletterhortensien genutzt. Außer ihnen kommen auch Stauden, Kleingehölze, Gräser, Blühpflanzen, Kräuter oder Farne zum Einsatz. Um eine Fassade zu begrünen, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: eine bodengebundene und eine wandgebundene Begrünung. Um die Außenwand vor Feuchtigkeit zu schützen, wird in der Regel bei beiden Systemen zuerst eine Schutzschicht angebracht. Bei der wandgebundenen Begrünung folgen darauf Rankhilfen wie Gitter oder Seilsysteme, an denen die Pflanzen hoch- oder entlangklettern können. Bei wandgebundenen Systemen werden auch Pflanzkästen mit Wandanbringung verwendet, die ein Bewässerungssystem und Substrat enthalten. Bei beiden Systemen sollte die Bewässerung der Pflanzen möglichst über aufgefangenes Regenwasser von den Dachflächen erfolgen, das in einer Zisterne gespeichert wird.
Eine Fassadenbegrünung hat viele Vorteile: Sie kühlt die Luft durch Verdunstung, dämpft Lärm und schützt die Wand vor direkter Sonneneinstrahlung und Witterung. Darüber hinaus filtern die Pflanzen Staub und Schadstoffe aus der Luft und bieten Lebensraum für Vögel und Insekten. Zudem wirkt die Begrünung den Auswirkungen von Starkregenereignissen entgegen, indem sie Regenwasser aufnimmt und verzögert abgibt. Das entlastet die Kanalisation und reduziert damit die Überflutungsgefahr.
