Wald im Mini-Format mit Wasser.Zeichen prämiert

Pressemitteilung vom 17.03.2026

Zukunftsinitiative Klima.Werk und Emschergenossenschaft machen nachhaltigen Umgang mit Regenwasser sichtbar

„Tiny Forests“ sind kleine, dichte Miniwälder im Stadtgebiet, die zahlreiche Vorteile bieten. An der Ecke Westfalenstraße/Hüserstraße in Hochlarmark wächst so ein Wäldchen heran, nachdem es im Mai 2025 gepflanzt wurde. Ein Wasser.Zeichen am Rand des Areals erklärt nun das Projekt und macht auf die positiven Effekte fürs Stadtklima aufmerksam. Die Zukunftsinitiative Klima.Werk mit der Emschergenossenschaft hat das Gütesiegel für Begrünung und Entsiegelung verliehen.

Bei der Einweihung des Wasser.Zeichens (v.li.): Stefan Frackowiak (Abteilungsleiter Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit und Stadtgrün bei der Stadt RE), Andreas Giga, (Leiter der Serviceorganisation der Zukunftsinitiative Klima.Werk bei Emschergenossenschaft/Lippeverband), Dezernent Axel Fritz, Michael Godde (Straßenbau Stadt RE) und Klimaanpassungsmanager Felix Sprenger.
© Daniel Maiß/Stadt Recklinghausen

„Das Wasser.Zeichen steht als Symbol für Projekte, die den natürlichen Wasserkreislauf in den Städten stärken und für einen nachhaltigen Umgang mit Regenwasser sorgen. Es soll an vielen Stellen im Ruhrgebiet zeigen: Das ist ein weiterer toller Baustein für den klimafesten Umbau unserer Region“, sagte Andreas Giga, Leiter der Serviceorganisation der Zukunftsinitiative Klima.Werk bei Emschergenossenschaft/Lippeverband. Das Netzwerk, zu dem auch die Stadt Recklinghausen gehört, setzt sich gemeinsam mit den Wasserwirtschaftsverbänden für die Umgestaltung zur Schwammstadt/-region ein.

Regenwasser speichern

„Es sind viele kleinere Maßnahmen wie diese, die Teil einer wasserbewussten Stadtentwicklung sind und einen Vorbildcharakter haben“, so Andreas Giga weiter. Die Idee hinter der Schwammstadt: Möglichst viel Regenwasser vor Ort zurückhalten, speichern und nutzen. Grünflächen, Mulden, Speicher saugen dabei wie Schwammporen das Wasser auf und geben es nach und nach ab. Das mildert Folgen des Klimawandels wie Dürre, Hitze oder Starkregen und entlastet die Kanalisation.

„Der Tiny Forest, der jetzt mit dem Wasser.Zeichen prämiert wurde, ist ein Vorzeigeobjekt. Es belegt, was geschafft werden kann, wenn in der Gesellschaft gemeinsam an einem Projekt gearbeitet und sich im Nachgang auch darum eigenverantwortlich gekümmert wird", sagte Axel Fritz, Dezernent für Bauen, Klima und Umweltschutz der Stadt Recklinghausen.

Wertvolle grüne Oasen

„Tiny Forests“ sind auf Flächen zwischen 100 und 1.000 Quadratmetern angelegt und bieten im Sommer einen kühlenden Effekt, verbessern die Luftqualität, fördern die Biodiversität, speichern Regenwasser und schaffen soziale Treffpunkte. Besonders in Städten sind sie wertvolle grüne Oasen, die auch als Lernorte für Schulen genutzt werden können.

Auf dem Wasser.Zeichen-Schild gibt es Informationen für Passant*innen zum Projekt, wer mehr wissen will, wird per QR-Code zur Webseite geleitet: Mini.Wald: Natur, Bildung und Gemeinschaft mitten in der Stadt

 

Die Emschergenossenschaft

 

Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) sind öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsunternehmen, die als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip leben. Die Aufgaben der 1899 gegründeten Emschergenossenschaft sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke naturnah um. Gemeinsam haben Emschergenossenschaft und Lippeverband rund 2.000 Beschäftigte und sind Deutschlands größter Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken (rund 782 Kilometer Wasserläufe, rund 1533 Kilometer Abwasserkanäle, mehr als 500 Pumpwerke und 59 Kläranlagen). www.eglv.de

 

Die Zukunftsinitiative Klima.Werk

In der Zukunftsinitiative Klima.Werk arbeiten Emschergenossenschaft und Lippeverband gemeinsam mit Städten der Emscher-Lippe-Region an einer wasserbewussten Stadt- und Raumentwicklung, um die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Lebensqualität in den Quartieren zu steigern. Der blau-grüne Umbau startete 2005 mit der Zukunftsvereinbarung Regenwasser (ZVR) von Emschergenossenschaft, Emscher-Kommunen und dem Land NRW und entwickelte sich 2014 zur Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ weiter, jetzt Zukunftsinitiative Klima.Werk.