Hintergrund Grafik - Klima.Werk

Expert:innen-Netzwerke

Die Arbeitsweise für eine klimaresiliente Region

Das gemeinsame Ziel ist klar: eine lebenswerte, blau-grüne, klimarobuste Emscher-Lippe-Region. Wie aber gelingt Zusammenarbeit über Städte- und Ämtergrenzen hinweg? Die Zukunftsinitiative Klima.Werk hat mit ihren kommunalen Mitgliedern Arbeitsabläufe etabliert, die ein gemeinsames Handeln ermöglichen. Dazu zählen die Expert:innen-Netzwerke.

Zu sehen ist eine Gruppe Menschen der Zukunftsinitiative Klima.Werk, drei Personen stehen im Vordergrund, mehrere im Hintergrund.

Was sind Expert:innen-Netzwerke?

Die Expert:innen-Netzwerke sind ein wichtiges Instrument, um die Zusammenarbeit von Kommunen, Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) und weiteren Akteur:innen in der beim Thema zu ermöglichen und zu organisieren. Es handelt sich dabei um temporäre oder dauerhafte Arbeitsgruppen, in denen Mitarbeiter:innen der verschiedenen städtischen Fachbereiche (z.B. Tiefbau, Stadtentwässerung, Umwelt oder Stadtplanung) aus Mitglieds-Kommunen des Klima.Werks und aus der Serviceorganisation des Klima.Werks bei EGLV vertreten sind.Auch Akteur:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft oder Kommunen außerhalb der Zukunftsinitiative können Mitglied in einem Expert:innen-Netzwerk werden. Das Format ist bewusst offen gestaltet: Ziel ist es, Wissen und Erfahrungen auszutauschen, um den Herausforderungen der Klimaanpassung schneller und wirkungsvoller zu begegnen.

Wann immer ein übergeordnetes Problem, eine Fragestellung, eine Aufgabe gelöst werden muss, gründet sich ein Expert:innen-Netzwerk. Ein Mitarbeiter, eine Mitarbeiterin aus einer Kommune übernimmt – bei Bedarf unterstützt durch die Serviceorganisation – die Koordination. In regelmäßigen Treffen, digital oder in Präsenz, sowie über weitere Formate und Methoden wird gemeinsam an den jeweiligen Themen gearbeitet.Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit können vielfältig sein: Es können praxisnahe Leitfäden entstehen, neue Projektideen, abgestimmte Stellungnahmen, Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit oder auch einfach ein wertvoller fachlicher Austausch in Gesprächsrunden. Häufig entwickeln sich daraus ganz konkrete Produkte oder Arbeitsansätze, die in den Kommunen direkt angewendet werden können – und so den Fortschritt in der Klimaanpassung spürbar beschleunigen.

Wenn ein Produkt oder eine Lösung erarbeitet wurde, werden diese Ergebnisse allen Kommunen im Klima.Werk zur Verfügung gestellt. Das schafft Wissenstransfer, erhöht die Effizienz und sorgt dafür, dass alle Mitglieder der Zukunftsinitiative profitieren – weil niemand die Herausforderungen der Klimaanpassung allein bewältigen muss. Die Expert:innen-Netzwerke lösen sich wieder auf, wenn die Aufgabe erledigt ist – oder sie bestehen weiter. Flexibel und selbstbeauftragt, je nach Bedarf. Jedes Mitglied kann eigeninitiativ gemeinsam mit anderen ein Expert:innen-Netzwerk gründen. Die Gründung wird anschließend im Klima.Werk bekannt gemacht, sodass weitere Interessierte informiert werden und sich beteiligen können.
 

Portrait Michael Jeskulke
Die Expert:innen-Netzwerke sind sehr hilfreich, wenn es um den Austausch von Informationen im Klima.Werk geht, damit wir alle auf dem gleichen Stand sind. Wenn zum Beispiel die Stadt Bochum schon an vielen Stellen im Stadtgebiet Baumrigolen verbaut hat und von Erfahrungen bei Umsetzung und Ergebnis berichten kann, ist das ein großer Vorteil für andere Kommunen.

Michael Jeskulke

Projektentwickler in der Serviceorganisation und Mitglied im Expert:innen-Netzwerk Baumrigolen

Themen der Expert:innen-Netzwerke

Aktuell wird an Themen wie Bürgerbeteiligung, Tiny Forest, Baumrigolen, Starkregenvorsorge, Kommunikation oder Klimaresiliente Gewerbegebiete gearbeitet. Das Expert:innen-Netzwerk „Klimaresiliente Gewerbegebiete“ hat zum Beispiel eine Initiative gestartet, in Folge der sich die Kommunen im Klima.Werk auf Standards für klimaresiliente Gewerbegebiete verständigt haben. Die Dezernent*innen unterzeichneten ein Positionspapier mit einem klaren Bekenntnis.

Anderes Beispiel: Im Expert:innen-Netzwerk Kommunikation werden Produkte für Öffentlichkeitsarbeit konzipiert und umgesetzt, die alle Kommunen im Netzwerk nutzen können. Gleichzeitig kümmert sich dieses Expert:innen-Netzwerk auch um die Entwicklung neuer Formate für die interne Kommunikation im Netzwerk.
 

Digitale Austauschplattform

Die Mitarbeiter:innen aus den Verwaltungen der Klima.Werk-Kommunen sowie aus der Serviceorganisation bei Emschergenossenschaft und Lippeverband nutzen zudem eine digitale Plattform für die Zusammenarbeit. Hier können sich die Expert:innen-Netzwerke zu ihren Themen treffen und austauschen.

Weitere Informationen

Zu sehen ist ein Stand beim Klima.Werk-Forum mit Merchandise, Gießkanne und Pflanzen.

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