Das gemeinsame Ziel ist klar: eine lebenswerte, blau-grüne, klimarobuste Emscher-Lippe-Region. Wie aber gelingt Zusammenarbeit über Städte- und Ämtergrenzen hinweg? Die Zukunftsinitiative Klima.Werk hat mit ihren kommunalen Mitgliedern Arbeitsabläufe etabliert, die ein gemeinsames Handeln ermöglichen. Dazu zählen die Expert:innen-Netzwerke.
Was sind Expert:innen-Netzwerke?
Die Expert:innen-Netzwerke sind ein wichtiges Instrument, um die Zusammenarbeit von Kommunen, Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) und weiteren Akteur:innen in der Zukunftsinitiative Klima.Werk Die Zukunftsinitiative Klima.Werk ist ein Bündnis aus Kommunen in der Emscher-Lippe-Region und von Emschergenossenschaft/Lippeverband. Mehr erfahren beim Thema Klimaanpassung Klimafolgenanpassung umfasst Maßnahmen, um die negativen Folgen des Klimawandels zu begrenzen und die Widerstandsfähigkeit von Mensch und Umwelt zu stärken. Dazu gehören zum Beispiel Hitzeschutz in Städten, wasserbewusste Stadtplanung oder der Umbau von Infrastrukturen gemäß des Schwammstadtprinzips. Mehr erfahren zu ermöglichen und zu organisieren. Es handelt sich dabei um temporäre oder dauerhafte Arbeitsgruppen, in denen Mitarbeiter:innen der verschiedenen städtischen Fachbereiche (z.B. Tiefbau, Stadtentwässerung, Umwelt oder Stadtplanung) aus Mitglieds-Kommunen des Klima.Werks und aus der Serviceorganisation des Klima.Werks bei EGLV vertreten sind.Auch Akteur:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft oder Kommunen außerhalb der Zukunftsinitiative können Mitglied in einem Expert:innen-Netzwerk werden. Das Format ist bewusst offen gestaltet: Ziel ist es, Wissen und Erfahrungen auszutauschen, um den Herausforderungen der Klimaanpassung schneller und wirkungsvoller zu begegnen.
Wann immer ein übergeordnetes Problem, eine Fragestellung, eine Aufgabe gelöst werden muss, gründet sich ein Expert:innen-Netzwerk. Ein Mitarbeiter, eine Mitarbeiterin aus einer Kommune übernimmt – bei Bedarf unterstützt durch die Serviceorganisation – die Koordination. In regelmäßigen Treffen, digital oder in Präsenz, sowie über weitere Formate und Methoden wird gemeinsam an den jeweiligen Themen gearbeitet.Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit können vielfältig sein: Es können praxisnahe Leitfäden entstehen, neue Projektideen, abgestimmte Stellungnahmen, Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit oder auch einfach ein wertvoller fachlicher Austausch in Gesprächsrunden. Häufig entwickeln sich daraus ganz konkrete Produkte oder Arbeitsansätze, die in den Kommunen direkt angewendet werden können – und so den Fortschritt in der Klimaanpassung spürbar beschleunigen.
Wenn ein Produkt oder eine Lösung erarbeitet wurde, werden diese Ergebnisse allen Kommunen im Klima.Werk zur Verfügung gestellt. Das schafft Wissenstransfer, erhöht die Effizienz und sorgt dafür, dass alle Mitglieder der Zukunftsinitiative profitieren – weil niemand die Herausforderungen der Klimaanpassung allein bewältigen muss. Die Expert:innen-Netzwerke lösen sich wieder auf, wenn die Aufgabe erledigt ist – oder sie bestehen weiter. Flexibel und selbstbeauftragt, je nach Bedarf. Jedes Mitglied kann eigeninitiativ gemeinsam mit anderen ein Expert:innen-Netzwerk gründen. Die Gründung wird anschließend im Klima.Werk bekannt gemacht, sodass weitere Interessierte informiert werden und sich beteiligen können.
Die Expert:innen-Netzwerke sind sehr hilfreich, wenn es um den Austausch von Informationen im Klima.Werk geht, damit wir alle auf dem gleichen Stand sind. Wenn zum Beispiel die Stadt Bochum schon an vielen Stellen im Stadtgebiet Baumrigolen verbaut hat und von Erfahrungen bei Umsetzung und Ergebnis berichten kann, ist das ein großer Vorteil für andere Kommunen.
Michael Jeskulke
Projektentwickler in der Serviceorganisation und Mitglied im Expert:innen-Netzwerk Baumrigolen
Themen der Expert:innen-Netzwerke
Aktuell wird an Themen wie Bürgerbeteiligung, Tiny Forest, Baumrigolen, Starkregenvorsorge, Kommunikation oder Klimaresiliente Gewerbegebiete gearbeitet. Das Expert:innen-Netzwerk „Klimaresiliente Gewerbegebiete“ hat zum Beispiel eine Initiative gestartet, in Folge der sich die Kommunen im Klima.Werk auf Standards für klimaresiliente Gewerbegebiete verständigt haben. Die Dezernent*innen unterzeichneten ein Positionspapier mit einem klaren Bekenntnis.
Anderes Beispiel: Im Expert:innen-Netzwerk Kommunikation werden Produkte für Öffentlichkeitsarbeit konzipiert und umgesetzt, die alle Kommunen im Netzwerk nutzen können. Gleichzeitig kümmert sich dieses Expert:innen-Netzwerk auch um die Entwicklung neuer Formate für die interne Kommunikation im Netzwerk.
Digitale Austauschplattform
Die Mitarbeiter:innen aus den Verwaltungen der Klima.Werk-Kommunen sowie aus der Serviceorganisation bei Emschergenossenschaft und Lippeverband nutzen zudem eine digitale Plattform für die Zusammenarbeit. Hier können sich die Expert:innen-Netzwerke zu ihren Themen treffen und austauschen.
Der Wandel beginnt im Kopf. Damit das Umdenken gelingt, sind Bewusstsein und Verständnis für Klimaanpassung wichtig. Mit unseren Initiativen und Erlebnissen wird der Sinnes.Wandel möglich.
Als Gastgeberin des zehnten Forums lud dieses Jahr die Stadt Gladbeck Expertinnen und Experten aus Verwaltung, Stadtplanung und Wasserwirtschaft Als Wasserwirtschaft bezeichnet man die Bewirtschaftung – also die Nutzung – von Wasser. Dazu zählt zum Beispiel die Brauch- und Trinkwasserversorgung, die Abwasserentsorgung und die Gewässerbewirtschaftung (Schifffahrt, Fischerei, Freizeitnutzung von Gewässern, Stromerzeugung). Mehr erfahren ein, um gemeinsam an Lösungen für die wasserbewusste Stadtentwicklung zu arbeiten.
Um unsere Region klimarobust zu machen, ist der Umbau nach dem Schwammstadt Die Schwammstadt ist ein Konzept der Stadtplanung: Die Stadt soll mit „Poren“ ausgestattet werden, die Regenwasser wie ein Schwamm aufsaugen, speichern und schließlich wieder abgeben. Mehr erfahren -Prinzip dringend notwendig. Die Maßnahmen zur Klimaanpassung kosten Geld – aber du musst die Kosten nicht allein tragen.