Kühler darunter, schöner oben drüber und als Regenwasserspeicher ein wichtiger Baustein für : das begrünte Garagendach von Thomas und Heriburg Magdalinski. Die Dachbegrüner aus Recklinghausen haben ein Mini.Wasserzeichen als Dankeschön für ihr Engagement von Emschergenossenschaft/Lippeverband und der bekommen. Eine Förderung über das „10.000 Grüne Dächer“-Programm gibt es weiter in allen Städten des Kreises: Antrag stellen, Zusage erhalten, loslegen!


Angebracht an der Wand oder aufgestellt im Regal zeigt das Mini.Wasserzeichen „Ich habe ein Gründach vom Klima.Werk“. Die Holztafel ist eine Auszeichnung an Hauseigetümer*innen in der Emscher-Lippe-Region, die mit einem Zuschuss aus dem „10.000 Grüne Dächer“-Programm von Emschergenossenschaft/Lippeverband und Zukunftsinitiative Klima.Werk Dachflächen auf ihrem Grundstück bepflanzt haben. Denn auch, wenn es Geld dafür gibt: Umgesetzt – ob in Eigenleistung oder mit einer Firma – wird der -Baustein von den Hausbesitzern und ganz kostendeckend ist die Förderung auch nicht.
Gründach: Sieht gut aus und kühlt
Gleichzeitig macht das Mini.Wasserzeichen auf die Förderung aufmerksam, die es bis auf Weiteres gibt. Dabei fungieren Dachbegrüner wie Thomas und Heriburg Magdalinski als Botschafter für das Programm, das private Eigentümer*innen bei Klimaanpassung unterstützen will. Die Zukunftsinitiative Klima.Werk setzt hier auf Mundpropaganda. Thomas Magdalinski kann die Teilnahme jedenfalls nur empfehlen, „Antragstellung und später die Auszahlung, beides hat super geklappt", sagt der Recklinghäuser. Das Ehepaar findet das begrünte Garagendach nicht nur schön, es ist nun auch deutlich kühler im Raum darunter.
Die Förderung aus dem „10.000 Grüne Dächer“-Programm ist für private und gewerbliche Eigentümer*innen: 50 Euro pro Quadratmeter Dachbegrünung erhalten förderberechtigte Antragsteller*innen für maximal 200 Quadratmeter Fläche, also bis zu 10.000 Euro. Achtung: Erst die Förderzusage abwarten und dann loslegen mit der Dachbegrünung!
Voraussetzungen, Förderanträge, Webseite
Alle Informationen zur Förderung und zu den Voraussetzungen finden Interessierte auf www.klima-werk.de/gruendachfoerderung, über diese Webseite ist auch das digitale Förderportal für die Antragstellung zu erreichen.
Was wird unter welchen Voraussetzungen gefördert?
- Das Dach, das begrünt werden soll, liegt im Fördergebiet. Zum Fördergebiet gehören alle kanalisierten Flächen, von denen Misch- und Regenwasser in Richtung einer Anlage von Emschergenossenschaft/Lippeverband fließen. Eigentümer*innen können auf klima-werk.de/gruendachfoerderung oder im Antragsportal (über die Webseite erreichbar) schnell prüfen, ob ihre Adresse im Fördergebiet liegt.
- Die zu begrünende Dachfläche ist an die angeschlossen. Ziel des Förderprogramms ist ein klimaresilienter Umgang mit der Ressource Regenwasser. Dieses soll nicht länger in die Kanalisation eingeleitet werden, sondern zum Beispiel in einem Gründach gespeichert werden und verdunsten. Nur wenn eine Dachfläche an die Kanalisation angeschlossen ist, trägt eine Begrünung dieses Daches dazu bei, dass Regenwasser nicht mehr unnötig abgeleitet wird. Dachbegrünung wird sowohl im Misch- als auch im Trennsystem gefördert!
- Mit der Maßnahme wurde noch nicht begonnen.
- Die Dachbegrünung ist nicht verpflichtend (zum Beispiel als Auflage in einem Bebauungsplan, einer Satzung, etc.).
- Die Dachbegrünung entspricht den Anforderungen an den Aufbau. Damit die Dachbegrünung wie gewünscht Regenwasser speichern kann, muss sie mit einem Mindestaufbau von 10 Zentimetern hergestellt werden oder so, dass sie eine Wasserspeicherkapazität von mindestens 25 Litern/m² hat (siehe Herstellerangaben).
Ab einer Förderzusage haben Eigentümer*innen drei Jahre Zeit, die Dachbegrünung umzusetzen. Fristen bei der Beantragung der Förderung gibt es nicht, die Beantragung ist jederzeit möglich.
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Die Emschergenossenschaft
Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden über 130 Kilometer an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen. www.eglv.de
Die Zukunftsinitiative Klima.Werk
In der Zukunftsinitiative Klima.Werk arbeiten Emschergenossenschaft und Lippeverband gemeinsam mit Städten der Emscher-Lippe-Region an einer wasserbewussten Stadt- und Raumentwicklung, um die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Lebensqualität in den Quartieren zu steigern. Der blau-grüne Umbau startete 2005 mit der Zukunftsvereinbarung Regenwasser (ZVR) von Emschergenossenschaft, Emscher-Kommunen und dem Land NRW und entwickelte sich 2014 zur Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ weiter, jetzt Zukunftsinitiative Klima.Werk. Seit 2025 gibt es neu das Programm Emscher-Lippe Klima.Anpassung (ELKA), das Bausteine zum Schwammstadt-Umbau von öffentlichen und privaten Flächeneigentümer:innen fördert.
Unter dem Dach des Klima.Werks wird das Ruhrkonferenz-Projekt „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt, an dem sich seit 2020 alle Wasserverbände der Region beteiligen. Die Förderkulisse des Projekts umfasst das Gebiet des Regionalverbandes Ruhr (53 Städte und Gemeinden). In den klimafesten Wandel sollen bis 2030 rund 250 Millionen Euro investiert und in ausgewiesenen Gebieten 25 Prozent der befestigten Flächen abgekoppelt und die Verdunstungsrate um 10 Prozentpunkte gesteigert werden. Die Serviceorganisation der Zukunftsinitiative bei Emschergenossenschaft und Lippeverband setzt mit den Städten die Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung um. Weitere Informationen (auch zu Förderung von Projekten) auf www.klima-werk.de.