Lünen. Die Stadt Lünen stellt Schulen sowie Bürgerinnen und Bürgern ab sofort das von der entwickelte Brettspiel „Schwamm drunter!“ zur Verfügung, das Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg am Montag, dem 7. September, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums im Multifunktionsraum der Stadtbücherei getestet hat.


Am Spieltisch nahmen neben der Bürgermeisterin und den Jugendlichen auch der städtische Beigeordnete und Bildungsdezernent Dr. Nicolas Apitzsch sowie Astrid Linn vom Fachbereich „Innovative Stadt“ Platz. Moderiert wurde die Runde von Estelle Fritz, die die Zukunftsinitiative Klima.Werk vertrat. Zu dem Netzwerk für Klimfolgenanpassung gehören 21 Kommunen im Ruhrgebiet sowie Emschergenossenschaft und Lippeverband.
Das Spiel vermittelt Jugendlichen ab 14 Jahren spielerisch Strategien zur bei und . Im Mittelpunkt steht das Prinzip der : Regenwasser soll möglichst dort versickern oder gespeichert werden, wo es fällt, anstatt direkt in die abzufließen. Dazu können beispielsweise Flächen, begrünte Dächer oder Versickerungsmulden beitragen. Anhand realer Beispiele aus der Emscher-Lippe-Region erarbeiten die Teilnehmenden Ideen für klimaresiliente Quartiere, etwa für einen Schulhof, einen Bolzplatz oder andere öffentliche Flächen.
Die Stadtverwaltung hat insgesamt 15 Exemplare des Wissensspiels beschafft. Ein Klassensatz sowie ein Spiel für den öffentlichen Verleih stehen in der Stadtbücherei an der Münsterstraße 21 bereit. Das Angebot richtet sich insbesondere an weiterführende Schulen. „Schwamm drunter!“ eignet sich unter anderem für den Unterricht in Geografie, Biologie und Sozialwissenschaften. Lehrkräfte erhalten eine kompakte Anleitung sowie Begleitmaterial zur Vorbereitung.
„Es ist wichtig, dass sich Jugendliche mit den Folgen des Klimawandels beschäftigen. Ein spielerischer Ansatz kann dabei helfen, komplexe Zusammenhänge verständlich zu vermitteln“, sagt Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg. „Das Spiel zeigt konkrete Lösungen und macht zugleich deutlich, wie Ideen für eine klimaangepasste Stadt in einer demokratischen Stadtgesellschaft entwickelt werden können.“
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Die Zukunftsinitiative Klima.Werk
In der Zukunftsinitiative Klima.Werk arbeiten Emschergenossenschaft und Lippeverband gemeinsam mit Städten der Emscher-Lippe-Region an einer wasserbewussten Stadt- und Raumentwicklung, um die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Lebensqualität in den Quartieren zu steigern. Der blau-grüne Umbau startete 2005 mit der Zukunftsvereinbarung Regenwasser (ZVR) von Emschergenossenschaft, Emscher-Kommunen und dem Land NRW und entwickelte sich 2014 zur Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ weiter, jetzt Zukunftsinitiative Klima.Werk.
100 Jahre Lippeverband
Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde seinerzeit Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum unterhalb Lippborg bis zum Rhein bei Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf jubilaeum.eglv.de.