Hintergrund Grafik - Klima.Werk

Neue Grünfläche und entsiegelter Parkplatz am Rathaus

Pressemitteilung vom 16.06.2026

Schwammstadt-Umbau am Dattelner Verwaltungssitz geht in die zweite Runde. Arbeiten im südlichen und östlichen Bereich starten in Kürze

Es ist Halbzeit beim -Umbau am Dattelner Rathaus: Im nördlichen und westlichen Bereich sind die Arbeiten, die das denkmalgeschützte Gebäude und die Fläche drumherum klimafit machen, fast abgeschlossen. In Kürze starten die Baumaßnahmen im südlichen und östlichen Teil mit der der Parkplatzfläche, dem Bau von Versickerungsmulden für Niederschlag und weiteren Elementen. Vom Land Nordrhein-Westfalen und dem Lippeverband wird das Projekt mit rund 1,9 Millionen Euro gefördert.

Mehrere Personen stehen vor einer Baustelle, bei der ein Parkplatz entsiegelt wurde und eine Grünfläche entstanden ist.Mehrere Personen stehen vor einer Baustelle, bei der ein Parkplatz entsiegelt wurde und eine Grünfläche entstanden ist.

Grundstücksflächen und Gebäude so umzubauen oder zu gestalten, dass sie für oder gewappnet sind und die Stadt lebenswert bleibt: darauf zielen Maßnahmen der ab. „Mit dieser umfassenden ökologischen Aufwertung am und um das Rathaus herum sorgen wir vor für häufigere -Ereignisse“, sagt Bürgermeister André Dora. „Das Projekt soll aber auch einen Multiplikatoren-Effekt haben, mit dem wir zeigen können, was in Sachen Klimaanpassung möglich ist. Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen – somit hat das, was am Dattelner Rathaus passiert, Vorbildcharakter nicht nur für die Emscher-Lippe-Region.“

Von rund 2700 Quadratmeter Dach-, Parkplatz- und Grundstückflächen des Rathauses fließt der Niederschlag künftig nicht mehr in die und unnötig mit zusammen zur Kläranlage, sondern kann versickern, verdunsten oder Bäume und die neue Begrünung an der Nordfassade des Rathauses bewässern. „Die Stadt saugt Regenwasser wie ein Schwamm auf, das steckt hinter dem städtebaulichen Prinzip der Schwammstadt“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband. Die beiden Wasserwirtschaftsverbände haben zusammen mit den Kommunen der das Förderprogramm „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ (KRiS) beim Land angestoßen: „Weil wir angesichts des Klimawandels und seiner Folgen handeln müssen im öffentlichen und privaten Bereich“, so Uli Paetzel. „Im Lippeverbandsgebiet hat sich die Stadt Datteln früh auf den Weg gemacht und nutzt die Möglichkeiten der KRiS-Förderung, das begrüßen wir sehr.“ Mit rund 1,9 Millionen Euro wird das Projekt voll gefördert – 60 Prozent kommen vom Land, 40 Prozent vom Lippeverband.

Fast fertig sind die Arbeiten an der Nord- und Westseite des Rathauses: Unterirdische Zisternen wurden eingebaut, in denen Regenwasser von Dach- und Oberflächen gespeichert wird. Auf zuvor versiegelten Flächen wurde versickerungsfähiges Pflaster verlegt, oberirdische Rinnen leiten den Niederschlag zu den entsiegelten Flächen und Zisternen, damit er dort versickern bzw. gesammelt werden kann. Unsichtbar unter der Oberfläche sind auch Speicherkästen, so genannte Baumrigolen, verbaut, die Regenwasser zwischenspeichern und damit die Bäume am Rathaus versorgen. Eine bodengebundene Begrünung mit Kletterhortensien wird künftig die nördliche Fassade des Rathauses verschönern und für ein besseres Mikroklima sorgen. Zur Bewässerung der Pflanzen sind Rigolenkästen im Boden eingelassen, in denen Regenwasser gesammelt wird.

Nun stehen die Arbeiten im südlichen und östlichen Teil hinter dem Rathaus an, die in rund drei Wochen starten sollen: Der rund 1.100 Quadratmeter große Parkplatz wird entsiegelt, auch hier wird versickerungsfähiges Pflaster verlegt. Unterirdisch wird ebenfalls eine zur Regenwasserspeicherung verbaut, oberirdisch werden zudem weitere Flächen entsiegelt, zwei Versickerungsmulden gebaut und eine Grünfläche mit Sitzgelegenheiten angelegt. Bis zum Ende des Jahres sollen die Schwammstadt-Arbeiten am Rathaus abgeschlossen sein.

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Der Lippeverband

 

Der Lippeverband ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt. Seine Aufgaben sind in erster Linie die Abwasserentsorgung und -reinigung, Hochwasserschutz durch Deiche und Pumpwerke und die Gewässerunterhaltung und -entwicklung. Dazu gehört auch die ökologische Verbesserung technisch ausgebauter Nebenläufe. Darüber hinaus kümmert sich der Lippeverband in enger Abstimmung mit dem Land NRW um die Renaturierung der Lippe. Dem Lippeverband gehören zurzeit 155 Kommunen und Unternehmen als Mitglieder an, die mit ihren Beiträgen die Verbandsaufgaben finanzieren. www.eglv.de

Die Zukunftsinitiative Klima.Werk

In der Zukunftsinitiative Klima.Werk arbeiten Emschergenossenschaft und Lippeverband gemeinsam mit Städten der Emscher-Lippe-Region an einer wasserbewussten Stadt- und Raumentwicklung, um die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Lebensqualität in den Quartieren zu steigern. Der blau-grüne Umbau startete 2005 mit der Zukunftsvereinbarung Regenwasser (ZVR) von Emschergenossenschaft, Emscher-Kommunen und dem Land NRW und entwickelte sich 2014 zur Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ weiter, jetzt Zukunftsinitiative Klima.Werk.

Weitere Informationen (auch zur Förderung von Projekten) auf www.klima-werk.de.