Projekt Gießkannenheld:innen in Soest gestartet

Pressemitteilung vom 28.08.2025

Soest. Wasser sammeln, wenn es regnet – und damit Bäume gießen, wenn es trocken ist: Das ist das Prinzip der Aktion „Gießkannenheld:innen Soest – Stadt.Bäume.Gießen“.

Soest braucht seine Stadtbäume! Denn ein vitaler, widerstandsfähiger Stadtbaumbestand ist unverzichtbar für Klimaschutz, Lebensqualität und Gesundheit. Bäume spenden Schatten, kühlen die Luft, filtern Schadstoffe und binden CO₂. Besonders große Bäume sind dabei stille Helfer: Sie transportieren täglich mehrere hundert Liter Wasser von den Wurzeln in die Blätter und geben dieses überwiegend an die Umgebung ab.

Auf dem Bild von links: Axel Ruster, Leiter der Kommunalbetriebe, sowie Rainer Wolf und Tim Scharschuch von der Arbeitsgruppe Klima der Stadt Soest.
© Jonathan Herrmann/Stadt Soest

Zivilgesellschaftliches Engagement gefragt

Mit der Unterstützung der Bürgerschaft können die städtischen Maßnahmen zur Bewässerung sinnvoll ergänzt werden. Gießkannenheld:innen helfen, dass Stadtbäume die Dürreperioden besser überstehen – und schonen dabei wertvolle Wasserressourcen. Denn das Regenwasser gibt es kostenlos! Ob Hausbesitzer:innen, Vereine, Kitas, Schulen oder Unternehmen – alle können Gießkannenheld:in werden.

So funktioniert die Aktion

Die Stadt liefert kostenfrei einen 1.000-Liter-Regenwasser-Container, der an einer öffentlich gut einsehbaren Fläche an einem Regenfallrohr aufgestellt wird. Mit dem gesammelten Regenwasser sollen die in der Nähe stehenden Jungbäume gegossen werden.

  • Start mit zunächst 5 Containern
  • Nutzung ausschließlich bereits gebrauchter, aber sauberer Container (Ressourcenschutz)
  • Lieferung nach vorheriger Absprache bis zum Aufstellort
  • Anschluss an das Fallrohr durch einen von der Stadt beauftragten Handwerksbetrieb

Praktische Voraussetzungen

  • Fläche zum Aufstellen des Containers (ca. 100 x 120 cm, Höhe ca. 150 cm)
  • Öffentlich einsehbarer Standort
  • Dachfläche von mindestens 15–25 m², um den Container zu befüllen
  • Gießen der städtischen Jungbäume in der unmittelbaren Nachbarschaft. Eine Standortkarte wo Jungbäume in Soest stehen, finden Sie hier: mitwirken-in-soest.de/projekt/giesskannenheldin

Die Stadt stellt den Container sowie Materialien wie z. B. zwei Gießkannen kostenlos zur Verfügung. Der Container muss mindestens fünf Jahre lang für das Gießen eines Straßenbaumes genutzt werden. Danach geht er in das Eigentum der Grundstückseigentümer:innen über. Bei Trockenzeiten befüllt die Stadt die Container nach Bedarf.
Das Projekt in Soest wird über die Zukunftsinitiative Klima.Werk von Emschergenossenschaft und Lippeverband gefördert. Die Stadt Soest hat nach erfolgreicher Bewerbung die Förderung für fünf Regenwassercontainer erhalten.

Jetzt mitmachen!

Wer Gießkannenheld:in werden möchte, kann sich per Mail bewerben:
geschaeftsstelleklimaschutz@soest.de
Weitere Informationen:
www.soest.de/klimaschutz

Die Zukunftsinitiative Klima.Werk und KRiS

In der Zukunftsinitiative Klima.Werk arbeiten Emschergenossenschaft und Lippeverband gemeinsam mit Städten der Emscher-Lippe-Region an einer wasserbewussten Stadt- und Raumentwicklung, um die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Lebensqualität in den Quartieren zu steigern. Der grün-blaue Umbau startete 2005 mit der Zukunftsvereinbarung Regenwasser (ZVR) von Emschergenossenschaft, Emscher-Kommunen und dem Land NRW und entwickelte sich 2014 zur Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ weiter, jetzt Zukunftsinitiative Klima.Werk.

Unter dem Dach des Klima.Werks wird das Ruhrkonferenz-Projekt „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt, an dem sich seit 2020 alle Wasserverbände der Region beteiligen. Die Förderkulisse des Projekts umfasst das Gebiet des Regionalverbandes Ruhr (53 Städte und Gemeinden). In den klimafesten Wandel sollen bis 2030 rund 250 Millionen Euro investiert und in ausgewiesenen Gebieten 25 Prozent der befestigten Flächen abgekoppelt und die Verdunstungsrate um 10 Prozentpunkte gesteigert werden. Die Serviceorganisation der Zukunftsinitiative bei Emschergenossenschaft und Lippeverband setzt mit den Städten die Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung um. Weitere Informationen (auch zu Förderung von Projekten) auf www.klima-werk.de.

Die Emschergenossenschaft und der Lippeverband

Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) sind öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsunternehmen, die als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip leben. Die Aufgaben der 1899 gegründeten Emschergenossenschaft sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke naturnah um. Gemeinsam haben Emschergenossenschaft und Lippeverband rund 1.700 Beschäftigte und sind Deutschlands größter Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen (rund 782 Kilometer Wasserläufe, rund 1533 Kilometer Abwasserkanäle, 546 Pumpwerke und 69 Kläranlagen). www.eglv.de

Die Emschergenossenschaft

 

Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden über 130 Kilometer an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen. www.eglv.de

Die Zukunftsinitiative Klima.Werk

In der Zukunftsinitiative Klima.Werk arbeiten Emschergenossenschaft und Lippeverband gemeinsam mit Städten der Emscher-Lippe-Region an einer wasserbewussten Stadt- und Raumentwicklung, um die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Lebensqualität in den Quartieren zu steigern. Der blau-grüne Umbau startete 2005 mit der Zukunftsvereinbarung Regenwasser (ZVR) von Emschergenossenschaft, Emscher-Kommunen und dem Land NRW und entwickelte sich 2014 zur Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ weiter, jetzt Zukunftsinitiative Klima.Werk. Seit 2025 gibt es neu das Programm Emscher-Lippe Klima.Anpassung (ELKA), das Bausteine zum Schwammstadt-Umbau von öffentlichen und privaten Flächeneigentümer:innen fördert.

Unter dem Dach des Klima.Werks wird das Ruhrkonferenz-Projekt „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt, an dem sich seit 2020 alle Wasserverbände der Region beteiligen. Die Förderkulisse des Projekts umfasst das Gebiet des Regionalverbandes Ruhr (53 Städte und Gemeinden). In den klimafesten Wandel sollen bis 2030 rund 250 Millionen Euro investiert und in ausgewiesenen Gebieten 25 Prozent der befestigten Flächen abgekoppelt und die Verdunstungsrate um 10 Prozentpunkte gesteigert werden. Die Serviceorganisation der Zukunftsinitiative bei Emschergenossenschaft und Lippeverband setzt mit den Städten die Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung um. Weitere Informationen (auch zu Förderung von Projekten) auf www.klima-werk.de.