Hintergrund Grafik - Klima.Werk

Unternehmen und Klimaanpassung

Was tun und wie?

Hitze, Starkregen, Dürre – die Folgen des Klimawandels treffen nicht nur Städte. Auch Unternehmen stehen vor der Herausforderung, sich auf veränderte klimatische Bedingungen einzustellen. Doch: Klimaanpassung ist kein reines Pflichtthema – sie bietet auch echte Chancen für Entwicklung, Risikovorsorge und Kosteneinsparung. Beratung und finanzielle Unterstützung gibt es über die Zukunftsinitiative Klima.Werk.

Zu sehen ist eine Dachbegrünung an einem Gebäude der Energieversorgung Oberhausen (EVO).

Auch in unserer der Emscher-Lippe-Region bedingt der jetzt und künftig eine Häufung extremer Wetterereignisse. Das bedeutet vor allem: Mehr und lange - und Trockenperioden. Das kann für Unternehmen teure Folgen haben. Denn in Gewerbe- und Industriegebieten mit ihrem enormen , der großen Dichte an Sachwerten und der klassischen Hallenbauweise kann oft zu sehr hohen Schadenssummen führen. Hinzu kommt, dass ein Arbeitsumfeld mit wenig Grün und Kühlung unattraktiv und belastend für Mitarbeitende ist – ein Minuspunkt bei der Gewinnung von Fachkräften für die eigene Firma. Für Unternehmen der Wohnungswirtschaft wiederum sind der Schutz ihrer Immobilien gegen Klimarisiken und die Schaffung eines attraktiven Wohnumfelds wichtige Faktoren.

Unternehmen und Gewerbetreibende können die Schäden und Risiken in Folge des Klimawandels mit Hilfe von Klimaanpassungsmaßnahmen reduzieren und zum eigenen Vorteil nutzen. Selbst kleine Umbauten können eine große Wirkung entfalten. Möglich sind Umgestaltungen im Bestand (und hierfür gibt es auch noch Förderung!). Aber Maßnahmen zur können auch Teil der erforderlichen oder Gebäudes sein oder werden von der Kommune im Bebauungsplan ohnehin gefordert – dann lassen sich durch einen geringen Mehraufwand erhebliche Vorteile und Synergien erzielen.

Grundsätzlich gilt: Je mehr Speicher- und Versickerungsmöglichkeiten für Niederschlag es auf einem Grundstück gibt, desto kleiner ist das Risiko von Überflutungen und Gebäudeschäden bei Starkregen. Die Investition in Klimaanpassung lohnt sich daher für Firmen. Für die Städte und die Emscher-Lippe-Region bedeutet der Beitrag von Unternehmen zum klimaresilienten Umbau sehr viel aufgrund des großen Flächenpotenzials. 500 Quadratmeter oder mehr begrünte Hallendächer und mehrere Hektar von der abgekoppelte Flächen fallen ins Gewicht.

Versickern, Verdunsten und Ableiten

Beispiele für Maßnahmen des Schwammstadt-Umbaus, die Unternehmen umsetzen können

Dach- und Fassadenbegrünung

Begrünte Dächer und Fassaden ermöglichen den Rückhalt und die von Regenwasser. Das entlastet die Kanalisation und sorgt für Kühlung unter und neben Dächern und Fassaden. Und schöner sieht es auch noch aus!

Bäume, Grünflächen und Blühstreifen

Regenwasser kann hier versickern, verdunsten und auch gespeichert werden. Zusätzlich wird neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen geschaffen. Begrünungen machen das Arbeitsumfeld attraktiver und sorgen für Frischluft.

Bauliche Schutzmaßnahmen

Der Einbau von Rückstauklappen am Kanalanschluss, wasserdichte Gebäudeöffnungen, Schutzmauern und Wasserableitungen über Notwasserwege können Gebäude und deren Lagergut vor eindringendem Wasser schützen. Bauliche Maßnahmen wie Sonnensegel, Rolläden, Farb- und Materialwahl können zudem den Hitzeschutz von Gebäuden und im Umfeld fördern.

Regenrückhaltebecken

Bei einem Starkregenereignis kann das Wasser in einem oder auf einer Retentionsfläche zwischengespeichert werden. Dadurch wird die Kanalisation entlastet und das Risiko von Rückstau und Überflutungen verringert.

Versickerungsmulden

Regenwasser wird hier versickert und kurzzeitig gespeichert. So wird gleichzeitig die Verdunstung des Wassers ermöglicht (Kühlungseffekt!) und insgesamt der natürliche gestärkt. Bei einer Bepflanzung der Mulden mit einheimischen Kräutern, Stauden und Blumen wird außerdem die gestärkt und das Grundstück optisch aufgewertet.

Baumrigolen

Hier wird das Regenwasser den Bäumen zugeführt, unterirdisch gespeichert und versickert. Durch die erhöhte Wasserverfügbarkeit wird zudem die Vitalität des Baumes unterstützt, damit dieser seine Kühlungs- und Verschattungsfunktion erfüllen kann. Die Notwendigkeit zur künstlichen Bewässerung der Bäume wird durch die Baumrigolen (Speicherkörper) reduziert. Bäume tragen maßgeblich zur Kühlung und zur Bindung von Feinstaub bei.

Alle Maßnahmen im Überblick

Eine Übersicht über Maßnahmen des -Umbaus und Steckbriefe zu jeder Maßnahme finden sich hier: 

Förderung für Umbauten im Bestand

Weitere Fragen zu den Förderprogrammen und zur Umsetzung möglicher Bauprojekte bei Unternehmen oder zu erforderlichen Genehmigungen beantworten die Projektentwickler:innen in der bei Emschergenossenschaft/Lippeverband. Kontakt per E-Mail an hallo@klima-werk.de
 

Dezernent*innen und Vertreter*innen aus Kommunen der Zukunftsinitiative Klima.Werk mit den Vorständen von Emschergenossenschaft/Lippeverband: Prof. Dr. Uli Paetzel, Liana Weissmüller (Mitte rechts neben dem Banner) und Dr. Frank Obenaus

Positionspapier unterschrieben

Klimaresiliente Gewerbegebiete

Kommunen in der Zukunftsinitiative Klima.Werk und Emschergenossenschaft/Lippeverband setzen sich für klimaresiliente Gewerbegebiete ein.

Zur Pressemitteilung

Mann und Frau gehen auf begrüntem Dach spazieren.

Beispiele für Schwammstadt-Projekte

Bauliche Projekte

Auf unserer Projekt.Karte finden sich einige Beispiele von Unternehmen in der Emscher-Lippe-Region, die Maßnahmen zur Klimaanpassung umgesetzt haben.

Zur Projekt.Karte

Weitere Informationen

Luftaufnahme eines Gründachs.

Dachbegrünung GMVA

Dach- und Fassadenbegrünung in Oberhausen

Aus Grau mach' Grün: Die Gemeinschafts-Müllverbrennungsanlage Niederrhein (GMVA) in Oberhausen geht in der Region als gutes Vorbild für die Klimaanpassung voran.

Zum Klima.Projekt

Mann und Frau gehen auf begrüntem Dach spazieren.

Struktur.Wandel

Bauliche Maßnahmen in der Region

Unsere Städte wappnen für die Auswirkungen des Klimawandels – das ist das Ziel unseres Struktur.Wandels. Dafür sind konkrete bauliche Maßnahmen dringend notwendig. Was möglich ist, zeigen viele bereits umgesetzte Projekte aus der Emscher-Lippe-Region.

Zur Schwammstadt

Eine Frau mit schwarzem Haar sitzt auf einer Bank und hält ein Handy in ihrer Hand.

Förderung für Klimaanpassung

Geld für den Wandel

Um unsere Region klimarobust zu machen, ist der Umbau nach dem Schwammstadt-Prinzip dringend notwendig. Die Maßnahmen zur Klimaanpassung kosten Geld – aber du musst die Kosten nicht allein tragen. Profitiere von Fördermitteln und trage zur Schwammstadt der Zukunft bei. Wir zeigen dir, welche Förderung die richtige für dich ist.

Zur Klima.Förderung

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Headerbild: Andreas Fritsche/EGLV