Hintergrund Grafik - Klima.Werk

Bürger:innen und Klimaanpassung

Was tun und wie?

Hitze, Starkregen, Dürre – die Folgen des Klimawandels treffen nicht nur die Städte insgesamt. Auch als privater Eigentümer oder Eigentümerin von Grundstücken und Gebäuden stehst du vor der Herausforderung, Vorsorge zu treffen und einen Beitrag zum klimarobusten Umbau zu leisten. Denn wie viele kleine Puzzlestücke macht dein Projekt zusammen mit denen von Kommunen und Unternehmen das ganze Bild aus.

Private Dachbegrünerin lehnt mit ihren Armen und ihrem Kopf auf begrüntem Dachflächen.

Von vielen privaten Grundstücken und Dachflächen in der Emscher-Lippe-Region fließt das Regenwasser noch immer in die . Denn die Niederschlags-Entwässerung zusammen mit dem aus dem eigenen Haushalt ist weiterhin der Normalfall. Dabei könnt ihr als Bürger:innen auf eurem Grundstück oder an eurem Haus viele -Maßnahmen umsetzen und dafür sorgen, dass Regenwasser naturnah bewirtschaftet wird.

Grundsätzlich gilt: Je mehr Speicher- und Versickerungsmöglichkeiten für Niederschlag es auf einem Grundstück gibt, desto kleiner ist das Risiko von Überflutungen und Gebäudeschäden bei . Hier erhältst du alle Informationen zur Starkregenberatung. Die Investition in lohnt sich daher auch für private Eigentümer:innen – nicht nur wegen der Möglichkeit, Entwässerungsgebühren einzusparen. Dazu kommen die Vorteile durch Kühlung und Frischluft und eine höhere Attraktivität und Aufenthaltsqualität auf dem eigenen Grundstück.

Für die Städte und die Emscher-Lippe-Region bedeutet der Beitrag von Bürgerinnen und Bürgern zum klimaresilienten Umbau, dass viele kleine Bausteine in Summe eine große Wirkung erzielen und das Wohnumfeld verbessern. Eine begrünte Fassade an einer stark befahrenen Straße hat noch keine signifikante Wirkung, um die Temperatur in einer Stadt herunterzukühlen, ein ganzer Straßenzug mit begrünten Fassaden schon. Private Eigentümer:innen, die Verantwortung beim Projekt Schwammstadt-Umbau übernehmen, geben zudem ein gutes Beispiel, können andere überzeugen und von ihren Erfahrungen berichten.
 

Versickern, Verdunsten und Ableiten

Beispiele für Maßnahmen des Schwammstadt-Umbaus, die private Eigentümer:innen umsetzen können

Dach- und Fassadenbegrünung

Begrünte Dächer und Fassaden ermöglichen den Rückhalt und die von Regenwasser. Das entlastet die Kanalisation und sorgt für Kühlung unter und neben Dächern und Fassaden. Und schöner sieht es auch noch aus! Ein weiteres Plus gibt’s auch für Insekten und Vögel: Lebensraum und Nahrungsangebot steigen.

Flächenentsiegelung und durchlässige Befestigungen

Wenn Flächen durchlässig gemacht werden, kann Regenwasser versickern, verdunsten und den stärken. Weniger auf einem Grundstück führen auch zu einer Reduzierung des Hitzestaus im Sommer.

Bauliche Schutzmaßnahmen

Der Einbau von Rückstauklappen am Kanalanschluss, wasserdichte Gebäudeöffnungen oder Schutzumrandungen bei Kellertreppen können Gebäude vor eindringendem Wasser schützen. Bauliche Maßnahmen wie Sonnensegel, Rolläden, Farb- und Materialwahl können zudem den Hitzeschutz von Wohnhäusern fördern.

Versickerungsmulden

Regenwasser wird hier versickert und kurzzeitig gespeichert. So wird gleichzeitig die Verdunstung des Wassers ermöglicht (Kühlungseffekt!) und insgesamt der natürliche gestärkt. Bei einer Bepflanzung der Mulden mit einheimischen Kräutern, Stauden und Blumen wird außerdem die gestärkt und das Grundstück optisch aufgewertet.

Alle Maßnahmen im Überblick

Eine Übersicht über Maßnahmen des Schwammstadt-Umbaus und Steckbriefe zu jeder Maßnahme finden sich hier: 

Maßnahmen selbst umsetzen

Du bist handwerklich geschickt und hast Spaß an Do-it-yourself-Projekten? Dann kannst du einige der Maßnahmen zur Klimaanpassung auch selbst auf deinem Grundstück bauen und umsetzen. So geht’s:

Förderung für Umbauten im Bestand

Weitere Fragen zu den Förderprogrammen und zur Umsetzung möglicher Bauprojekte von privaten Eigentümer:innen beantworten die Projektentwickler:innen in der bei Emschergenossenschaft/Lippeverband. Kontakt per E-Mail an hallo@klima-werk.de
 

Weitere Informationen

Man sieht im Detail wie eine eine entsiegelte Fläche zwischen Rastersteinen für Versickerung sorgt.

Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung

Für eine klimaresiliente Zukunft

Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung sind unverzichtbar, um unsere Städte widerstandsfähiger zu machen und Schäden an Infrastruktur sowie Risiken für die menschliche Gesundheit zu minimieren.

Zu den Maßnahmen

Ein Gründach mit pinken Blumen im Vordergrund. Eine Frau läuft über das Dach.

Ul­ri­ke Raasch: Ihr Grün­dach ist Le­bens­raum

Ein Win-win für Mensch und Umwelt

Wenn Ulrike Raasch morgens das Rollo in ihrem Flur hochzieht und auf ihr Gründach blickt, ist die Freude besonders groß. Die Ökologin aus dem Ruhrgebiet ist schon seit einem Jahr stolze Gründachbesitzerin – und kann es jeder Hausbesitzerin und jedem Hausbesitzer nur ans Herz legen. 

Zum Gründach-Projekt

Eine Frau mit schwarzem Haar sitzt auf einer Bank und hält ein Handy in ihrer Hand.

Förderung für Klimaanpassung

Geld für den Wandel

Um unsere Region klimarobust zu machen, ist der Umbau nach dem Schwammstadt-Prinzip dringend notwendig. Die Maßnahmen zur Klimaanpassung kosten Geld – aber du musst die Kosten nicht allein tragen. Profitiere von Fördermitteln und trage zur Schwammstadt der Zukunft bei. Wir zeigen dir, welche Förderung die richtige für dich ist.

Zur Klima.Förderung

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Headerbild: Kirsten Neumann/EGLV