Der Klimawandel stellt die gesamte Welt und somit auch die Städte in der Emscher-Lippe-Region vor besondere Herausforderungen. Dürreperioden, Starkregen und Hitze machen Mensch und Natur zu schaffen. Es ist Zeit, zu handeln!
Unsere Vision
Viele Klimafolgen Klimafolgen sind die direkten und indirekten Auswirkungen des Klimawandels auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Mehr erfahren lassen sich nicht mehr verhindern, daher gilt es, Klimafolgenanpassung Klimafolgenanpassung umfasst Maßnahmen, um die negativen Folgen des Klimawandels zu begrenzen und die Widerstandsfähigkeit von Mensch und Umwelt zu stärken. Dazu gehören zum Beispiel Hitzeschutz in Städten, wasserbewusste Stadtplanung oder der Umbau von Infrastrukturen gemäß des Schwammstadtprinzips. Mehr erfahren voranzutreiben. Wir wollen unsere Städte klimafest machen und blau-grüne Stadtoasen schaffen, die den Wetterextremen trotzen. Besonders im dicht besiedelten und stark versiegelten Ruhrgebiet bekommen wir die Vorboten der Klimakrise zu spüren. Denn hier liegen die Temperaturen laut Deutschem Wetterdienst längst bis zu zehn Grad Celsius höher als im unbebauten Umland. Die Folgen sind überall erlebbar: Unser Stadtgrün Stadtgrün oder grüne Infrastruktur umfasst alle Formen grüner Freiräume wie Park-, Spiel- und Sportanlagen, Gärten, Friedhöfe, Straßengrün, Naturschutzgebiete, Wälder und landwirtschaftliche Flächen. Mehr erfahren verkümmert, Wasser wird bei Hitzeperioden knapp – oder überschwemmt uns nach Unwettern. Temperaturen über 30 Grad gefährden besonders Kinder, ältere und kranke Menschen sowie wohnungslose Personen.
Sommer, Sonne, Temperaturanstieg & Hitze
Im Ruhrgebiet wird es spürbar wärmer. Das LANUK NRW (Landesamt für Natur, Umwelt und Klima) gibt an, dass die durchschnittliche Jahreslufttemperatur von 1991 bis 2020 um 0,8 bis 1,5 Grad Celsius höher liegt als im Vergleichszeitraum 1971 bis 2000. Ohne weitere Klimaschutzmaßnahmen wird die Temperatur am Ende des Jahrhunderts um bis zu 4,4 Grad Celsius ansteigen.
Auch mit Klimafolgenanpassung und Schutzmaßnahmen werden warme Jahre und heiße Sommer zur Normalität. Die Folgen merken wir schon jetzt. Versiegelte Flächen Flächen, die mit wasserundurchlässigen Belägen wie Asphalt oder Beton wasserdicht abgedeckt sind und so eine natürliche Versickerung des Regenwassers verhindern, bezeichnet man als „versiegelt“. Mehr erfahren in unserer dicht besiedelten Region verstärken die Klimaveränderungen. Wo Beton und Asphalt Straßen und Wohngegenden bedecken, kann Regenwasser nicht versickern. Die dunklen Böden heizen sich auf und schaffen Hitzeinseln in den Städten. Grünstreifen, Parks, Baumscheiben und Wasserflächen: Entsiegelte Bei einer Entsiegelung werden wasserundurchlässige Böden wie Asphalt, Betonflächen oder Pflastersteine entfernt und durch Wiese, versickerungsfähiges Pflaster (zum Beispiel Rasengittersteine), Beete oder andere wasserdurchlässige Varianten ersetzt. Mehr erfahren Flächen speichern dagegen Wasser und kühlen durch Verdunstung Verdunstung beschreibt den Prozess, bei dem Wasser vom flüssigen Zustand gasförmig wird und so in die Luft übergeht. Der Prozess ist Teil des natürlichen Wasserkreislaufs. In Schwammstädten wird Regenwasser von durchlässigen Flächen aufgenommen und kann so versickern oder verdunsten. Während der Verdunstung wird der Umgebung Wärme entzogen und durch den Kühlungseffekt verbessert sich das Mikroklima. Mehr erfahren die Umgebung. Bäume und Bepflanzungen spenden Schatten, frische Luft und sind Rückzugsorte für Tiere.
Je mehr versiegelte Flächen wir haben, desto mehr spüren Bürger:innen die Folgen des Klimawandels. Doch umso mehr Blau und Grün es in unseren Städten gibt, umso besser wird auch unser Stadtklima – und daran arbeiten wir mit der Zukunftsinitiative.
Andreas Giga
Leiter der Serviceorganisation der Zukunftsinitiative Klima.Werk
Regen: Fluch und Segen zugleich
Es wird nicht nur heißer, sondern auch trockener – und paradoxerweise kommt es gleichzeitig zu mehr Starkregenereignissen. Während in manchen Monaten Grünflächen vertrocknen und die Wasserverfügbarkeit abnimmt, kommt es in anderen zu heftigen Regenfällen mit Überschwemmungen. Der wissenschaftliche Hintergrund: Mit steigenden Temperaturen befindet sich mehr Wasser in unserer Atmosphäre. Pro einem Grad Celsius mehr kann die Luft 7 Prozent mehr Wasser speichern. Es bilden sich große Wolken, die sich in Starkregenereignissen abregnen – ein Balanceakt für die Wasserwirtschaft Als Wasserwirtschaft bezeichnet man die Bewirtschaftung – also die Nutzung – von Wasser. Dazu zählt zum Beispiel die Brauch- und Trinkwasserversorgung, die Abwasserentsorgung und die Gewässerbewirtschaftung (Schifffahrt, Fischerei, Freizeitnutzung von Gewässern, Stromerzeugung). Mehr erfahren .
Gemeinsam für die Region
In der Zukunftsinitiative Klima.Werk Die Zukunftsinitiative Klima.Werk ist ein Bündnis aus Kommunen in der Emscher-Lippe-Region und von Emschergenossenschaft/Lippeverband. Mehr erfahren haben sich Emschergenossenschaft, Lippeverband und Kommunen der Emscher-Lippe-Region zusammengeschlossen, um gemeinsam an der Mission einer klimaresilienten Region zu arbeiten. Die beiden Wasserwirtschaftsverbände und die Kommunen tun dies auch im Sinne ihrer Pflicht zur Daseinsfürsorge.
Der neue Ansatz der Klimafolgenanpassung: Um Kanalnetze bei Starkregen Fällt in kurzer Zeit viel Regen, spricht man von "Starkregen". Mehr erfahren zu entlasten und die Grundwasserneubildung auch bei Hitze Hitze bezeichnet eine Phase ungewöhnlich hoher Temperaturen, die die Gesundheit und das Stadtklima stark belasten kann. Mehr erfahren zu gewährleisten, denken wir den Umgang mit (Regen-)Wasser in unseren Städten gänzlich neu – nach dem Schwammstadt Die Schwammstadt ist ein Konzept der Stadtplanung: Die Stadt soll mit „Poren“ ausgestattet werden, die Regenwasser wie ein Schwamm aufsaugen, speichern und schließlich wieder abgeben. Mehr erfahren -Prinzip.
Klima-Lexikon
Fachbegriffe leicht erklärt
Mach dich schlau: Alle wichtigen Begriffe rund um Klimafolgenanpassung findest du hier auf einen Blick.
Der Klimawandel Der Begriff Klimawandel bezeichnet langfristige Veränderungen der Wetterbedingungen auf der Erde. Mehr erfahren stellt die gesamte Welt und auch die Städte im Herzen NRWs vor eine Herausforderung. Dürreperioden, Starkregen, Hitze: Viele Auswirkungen des Klimawandels spüren wir schon heute – die Folgen machen Mensch und Natur zu schaffen.
Die Klimafolgen in Nordrhein-Westfalen
Die Folgen merken wir schon jetzt
Besonders die vielen versiegelten Flächen in den Städten unserer dicht besiedelten und von Autobahnen und Industrie geprägten Region lassen uns das Ausmaß der Klimaveränderungen spüren. Überall dort, wo Beton und Asphalt unsere Straßen und Wohngegenden bedecken, kann Regenwasser nicht versickern. Zudem heizen sich die dunklen, harten Böden auf. Dies führt zu Hitzeinseln in den Städten. Entsiegelte Flächen – also Grünstreifen, Wiesen, Parks, Baumscheiben oder Wasserflächen – hingegen, speichern das Wasser und kühlen durch Verdunstungskühle die Umgebung. Zudem spenden Bäume und andere Bepflanzungen Schatten und frische Luft und sind gleichzeitig Rückzugsorte für Tiere.
1,6°C
wärmer ist es heute in NRW als vor ca. 100 Jahren
4,4°C
mehr könnten es bis zum Ende des Jahrhunderts werden
+13
Sommertage gibt es mehr als noch 1951 bis 1980
-11
Frosttage unter 0 °C gibt es heute weniger
Unsere Vision
Blau-grüne Stadtoasen, die den Wetterextremen trotzen – so arbeiten wir an der Zukunft des Ruhrgebiets.
Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung sind unverzichtbar, um unsere Städte widerstandsfähiger zu machen und Schäden an Infrastruktur sowie Risiken für die menschliche Gesundheit zu minimieren.
Begrünte Fassaden, Dächer, öffentliche Plätze und private Gärten verbessern Luft und Klima, schaffen Lebensräume für Flora und Fauna und machen Städte lebenswerter. Mehr Stadtgrün – dafür setzen wir uns als Zukunftsinitiative Klima.Werk ein.
Um unsere Region klimarobust zu machen, ist der Umbau nach dem Schwammstadt-Prinzip dringend notwendig. Die Maßnahmen zur Klimaanpassung kosten Geld – aber du musst die Kosten nicht allein tragen. Profitiere von Fördermitteln und trage zur Schwammstadt der Zukunft bei. Wir zeigen dir, welche Förderung die richtige für dich ist.