Mehr Grün für lebenswerte Städte
Stadt.Grün umfasst alle grünen Freiräume im urbanen Raum: Parks, Gärten, Straßenbegleitgrün, Friedhöfe, begrünte Halden und Brachflächen. Im dicht besiedelten Ruhrgebiet gehören auch angrenzende Wälder und Naturschutzgebiete dazu. Besonders wirksam: Gebäudebegrünung wie Dach- und . Sie verwandelt in aktive Klimaschützer.
Wie wirkt Stadt.Grün auf das Stadtklima?
Natürliche Klimaanlage für urbane Räume
Verschiedene Begrünungsformen haben unterschiedliche Effekte:
- Bäume und Grünzüge: Spenden Schatten, verdunsten Wasser, kühlen durch Verdunstungskälte
- Dachbegrünung: Speichert Regenwasser, dämmt Gebäude, entlastet
- Fassadenbegrünung: Schützt vor Überhitzung, filtert Schadstoffe, mindert Lärm
- Parks und Wiesen: Verbessern Luftqualität, fördern , schaffen Erholungsräume
Die drei Hauptwirkungen:
- Kühlung: Pflanzen verdunsten Wasser und regulieren Temperaturen – im Gegensatz zu Beton und Asphalt.
- Luftreinigung: Grün produziert Sauerstoff, filtert Feinstaub und Schadstoffe, erhöht Luftfeuchtigkeit.
- Wassermanagement: Grünflächen halten Regenwasser zurück, ermöglichen und stärken den natürlichen .
Best Practice: Erfolgreiche Begrünungsprojekte
In der Emscher-Lippe-Region gibt es zahlreiche gelungene Beispiele für erfolgreich umgesetzte Stadtbegrünungsmaßnahmen:
Fassadenbegrünung
- Schalker Meile: Begrünte Fassade an einer stark befahrenen Straße
- Grüne Fassade Bottrop: Gewerbliche Nutzung mit Klimaeffekt
- Gladbecker Straße: Private Initiative mit Vorbildcharakter
Dachbegrünung
- Grünes Garagendach Herne: Auch kleine Flächen zählen
- Gründach trifft Photovoltaik: Doppelter Nutzen für Klima und Energieversorgung
- Unkomplizierte Dachbegrünung im Eigentum: Einfache Umsetzung für Privatpersonen
- Garagenhof in Bottrop: Schöner Ausblick mit
Warum ist Stadt.Grün so wichtig?
In dicht bebauten Städten entstehen Hitzeinseln: Gebäude speichern Wärme, versiegelte Flächen verstärken den Effekt. Frischluftschneisen fehlen, Regenwasser kann nicht versickern. Die Folge: steigende Belastung für Mensch und Umwelt. Klimaforschende sind sich einig: Wetterextreme nehmen zu. Stadt.Grün ist die Antwort – es kühlt, reinigt die Luft und speichert Wasser.
umfasst alle Formen von grünen Freiräumen wie Parks, Gärten, Straßenbegleitgrün, Brachflächen und begrünte Halden sowie Dach- und Fassadenbegrünungen. Es trägt maßgeblich zur Verbesserung der Luftqualität bei, reguliert die Temperatur, fördert die Biodiversität und speichert Regenwasser. Besonders in dicht bebauten Städten wie im Ruhrgebiet ist Stadtgrün entscheidend, um städtische Hitzeinseln abzumildern, die Lebensqualität zu erhöhen und die Folgen des Klimawandels zu mindern.
Vorteile von Stadt.Grün auf einen Blick
Stadt.Grün reguliert die Temperatur, reinigt die Luft und speichert Regenwasser. Grünflächen und Bäume wirken wie natürliche Klimaanlagen: Sie spenden Schatten, reduzieren Überhitzung und steigern die Luftfeuchtigkeit. Gleichzeitig schaffen sie Lebensräume für Flora und Fauna und tragen zur ökologischen Vielfalt bei. Begrünte Gebäude verlängern die Lebensdauer der Bausubstanz und werten das Stadtbild auf.
Für das Stadtklima
- Temperatursenkung durch
- Reduzierung städtischer Hitzeinseln
- CO₂-Bindung und Sauerstoffproduktion
Für Gebäude
- Natürliche Dämmung – spart Heiz- und Kühlkosten
- Schutz der Bausubstanz vor Witterung
- Wertsteigerung der Immobilie
Für die Umwelt
- Verbesserung der Luftqualität
- Schutz vor Überflutung bei
- Förderung der
Für Menschen
- Erhöhte Lebensqualität im Quartier
- Lärmminderung
- Gesünderes Wohnumfeld
Nachhaltiges Bauen mit Stadt.Grün
Nachhaltiges Bauen verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der ökologische, ökonomische und soziokulturelle Aspekte über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes berücksichtigt. Ziel ist es, Ressourcen zu schonen, den Energieverbrauch zu senken, Gesundheit und Komfort zu fördern und die wirtschaftliche Tragfähigkeit von Gebäuden zu sichern.
Durch nachhaltiges Bauen werden Ressourcen effizient genutzt und Energie gespart. Die Umweltbelastung wird reduziert, das Wohlbefinden der Nutzer:innen gesteigert und die Baukultur bewahrt. Bereits in der Planungsphase lassen sich Weichen für niedrige CO₂-Emissionen, flexible Nutzung und Wiederverwertung nachhaltiger Baustoffe stellen.
Nachhaltiges Bauen berücksichtigt drei Dimensionen gleichberechtigt:
- Ökologie: Ressourcenschonung, Emissionsreduktion, Schutz von Klima und Biodiversität
- Ökonomie: Wirtschaftliche Effizienz über den gesamten Lebenszyklus, Werterhalt
- Soziokulturelles: Gesundheit, Komfort, Nutzungsfreundlichkeit, soziale Verantwortung
Planung mit dem Lebenszyklus
Nachhaltiges Bauen bedeutet: Von Anfang an alle Phasen mitdenken – von der Rohstoffgewinnung über Nutzung und Instandhaltung bis zum Rückbau und Recycling. So entstehen Gebäude, die heute und in Zukunft funktionieren.
Dach- und Fassadenbegrünung als Schlüssel
Gebäudebegrünung ist mehr als Dekoration:
- Energieeffizienz: Verbesserte Wärmedämmung, weniger Heiz- und Kühlbedarf
- Langlebigkeit: Schutz der Gebäudehülle vor Wettereinflüssen
- Klimaschutz: Regenwasserspeicherung, Feinstaubbindung, Lärmminderung
- Biodiversität: Neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere
Begrünte Gebäude werden in Nachhaltigkeitszertifizierungen positiv bewertet.
Nachhaltige Baustoffe für klimagerechtes Bauen
Material macht den Unterschied
Empfehlenswerte Baustoffe sind Holz, Recyclingbeton, Lehm, Hanfbeton und Ziegel. Sie zeichnen sich durch geringe Umweltbelastung aus, speichern CO₂ oder sind wiederverwendbar und tragen zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks bei. Nachhaltige Baustoffe reduzieren die Umweltbelastung über den gesamten Lebenszyklus (empfehlenswerte Materialien):
- Holz: Nachwachsend, CO₂-Speicher, vielseitig einsetzbar
- Recyclingbeton: Aus aufbereitetem Bauschutt, spart Primärrohstoffe
- Lehm: Natürlich, feuchtigkeitsregulierend, energiearm in der Herstellung
Energieeffizienzklassen im Fokus
Moderne Baukonzepte wie das Effizienzhaus 40 oder 40plus benötigen nur 40 % der Energie eines Standardneubaus. Passivhäuser weisen einen sehr niedrigen Heizwärmebedarf auf und Plusenergiehäuser erzeugen sogar mehr Energie als sie verbrauchen. Optimierte Dämmung, luftdichte Bauweise und der Einsatz erneuerbarer Energien sorgen für niedrigen Energieverbrauch, reduzierte Betriebskosten und hohe Zukunftssicherheit.
- KfW-Effizienzhaus 40: Nur 40 % des Energiebedarfs eines Standardneubaus – Standard für Förderungen
- Passivhaus: Maximal 15 kWh/m² Heizwärmebedarf pro Jahr
- Plusenergiehaus: Erzeugt mehr Energie als es verbraucht
- Diese Standards senken Betriebskosten, CO₂-Emissionen und sichern Zukunftsfähigkeit.
Energetische Sanierung im Bestand: mehr Wert, weniger Verbrauch
Auch Bestandsgebäude können klimafit werden. Das sind effektive Maßnahmen:
- Dämmung von Dach, Fassade, Keller
- Austausch alter Fenster
- Modernisierung von Heizungs- und Lüftungstechnik
- Integration von Dach- und Fassadenbegrünung
Der Nutzen: Gesenkte Energiekosten, höherer Immobilienwert, besseres Klima. Besonders lohnend: Die Kombination mehrerer Maßnahmen.
Zertifizierungen und Richtlinien
Wann ist ein Gebäude nachhaltig?
Diese Systeme geben Orientierung:
- Leitfaden Nachhaltiges Bauen (BMWSB): Zentrale Handlungsempfehlung des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.
- Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB): Bundesweites Bewertungssystem für ökologische, ökonomische, soziokulturelle und technische Kriterien.
- Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG): Staatliches Siegel, Voraussetzung für Bundesförderung im Neubau.
- DGNB-Zertifizierung: Unabhängiges System der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen für Gebäude, Quartiere und Innenräume.
- Tipp: Regionale Förderprogramme können zusätzliche Anforderungen stellen – informier dich frühzeitig!
Förderprogramme für Stadt.Grün und nachhaltiges Bauen
Du möchtest nachhaltig bauen oder deine bestehende Immobilie klimafit machen? Dann unterstützen wir dich gerne! Informiere dich über unsere Förderprogramme und weitere Fördermöglichkeiten:
Förderung & mehr
Erfahre alles über unsere Förderprogramme KRiS, ELKA, Förderung von Einzelmaßnahmen und weitere Fördermöglichkeiten.
Weitere Informationen
Rat.Geber Begrünung
Warum Stadt.Grün wichtig ist
In unseren Städten dominiert leider immer noch das Grau. Das muss sich ändern. Nur durch mehr Stadtgrün schaffen wir eine lebenswerte Umgebung und passen uns den Folgen des Klimawandels an.
Mini.Wald in Recklinghausen
Grundschule Recklinghausen-Hochlarmark
Ein Mini.Wald ist ein kleiner, dicht bepflanzter Wald – auf Flächen von 100 bis 400 m² entstehen durch die Pflanzung heimischer Sträucher und Bäume lebendige Ökosysteme. Der Mini.Wald verbessert das Stadtklima, speichert Wasser, bietet Lebensraum für Tiere und Pflanzen und trägt zur Abkühlung in heißen Sommern bei.
Rat.Geber Biodiversität
Vielfältige Pflanzen- & Tierwelt
Biodiversität umfasst den Reichtum an Lebensräumen sowie Tier- und Pflanzenarten. Leider haben sich die Ökosysteme durch die intensive Naturnutzung durch den Menschen verändert und sind vielfach degradiert.
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